Freitag, 31. Juli 2026

The Incredible Fake - Elite

Sechs Jahre sind vergangen, seitdem die niederösterreichische Funpunk-Band The Incredible Fake mit „Wotan“ ihre letzte reguläre Single inmitten der Pandemie-Zeit veröffentlicht hatten. Seither war es vermeintlich still um die Trio-Konstellation geworden. Doch untätig waren die Vollblut-Musiker keineswegs, denn zwischenzeitlich wurden Konzerte gespielt, das fünfundzwanzigjährige Bandjubiläum zelebriert und sogar ein ganzes Album aufgenommen, welches jedoch aufgrund des Verschwindens von digitalen Aufnahmen leider vorübergehend wieder ad acta gelegt werden musste. Doch geschlagen geben wollte man sich damit klarerweise keineswegs und so probte man weiter und feilte eifrig an neuer Musik, bevor es schließlich in den vergangenen Wintermonaten erneut zurück ins Tonstudio ging, um bisher unveröffentlichtes Material aufzunehmen, von welchem zumindest Live schon die eine oder andere Nummer dem Publikum vorgestellt wurde. Nun am 31. Juli 2026 ist es endlich so weit, dass die neue EP „Elite“ erschienen ist, welche gleich zwei brandneue Songs mit sich bringt und nach „Wotan“ einen weiteren Vorgeschmack auf das zweite reguläre Studioalbum der von The Incredible Fake liefert. Eröffnet wird die EP-Single klarerweise durch den Namensgeber „Elite“, einer sehr punkigen Nummer, die zunächst noch ein wenig ungewöhnlich klingt, langjährige Wegbegleiter der Band jedoch an die Werke aus der Anfangszeit der Band erinnert. Hierbei handelt es sich um deutschsprachigen Rau-Punk, mit eingängigen, einfachen Punkrock-Riffs, in welchem die Instrumente gut zusammen harmonieren. Im Vergleich zu den Werken des Debüt-Albums „Alle Im Dorf“ ist der Ton deutlich rauer geworden und liefert einen völlig neuen Sound, der definitiv zu überraschen weiß. Dieser Song ist jedoch nicht die einzige Veröffentlichung dieser EP, denn zugleich findet man hier außerdem den Song „Geh Doch“ vor der inhaltlich von einer scheiternden Liebesbeziehung handelt und instrumental sowohl auf der Akustik-Gitarre als auch auf der E-Gitarre im Einklang mit Schlagzeug und Bass gespielt wird. Dieses Werk bekam man bereits in den vergangenen Jahren immer wieder einmal bei Live-Shows der Band zu hören und sorgte dort sichtlich auf Zustimmung und Anklang bei Freunden, Fans und Wegbegleitern der Band. „Elite“ liefert ein klares Zeichen, nämlich dass nach über fünfundzwanzig Jahren Bandgeschichte immer noch nicht Schluss, sondern Zeit für ein neues Kapitel ist. The Incredible Fake galt jahrelang als verspielt, was die Texte anbelangt. Mittlerweile wirken diese schon deutlich ernster und es wirkt so, als würde man sich vom Fun-Punk immer mehr Richtung Punk beziehungsweise Rau-Punk bewegen. Was die Zukunft und vor allem das neue Album bringen wird bleibt offen – es bleibt jedoch zu hoffen, dass dieses auch wieder humorvolle Interpretationen mit sich bringt, denn die heutige Zeit, in der wir leben ist ohnehin schon ernst genug. Nebenher zu erwähnen ist jedoch, dass man die meisten Stücke von The Incredible Fake ohnehin mit einem Augenzwingern betrachten und nicht allzu ernst nehmen sollte – denn sie sollen letztendlich nur eines: Unterhalten! Wir freuen uns auf alles, was die nahe Zukunft so bringt, und hoffen natürlich sehr darauf, dass das Zweit-Album nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt. „Elite“ ist allen Deutschrock und Punk-Fans auf jeden Fall zu empfehlen. In unserer Gesamtwertung vergeben wir hierfür insgesamt siebeneinhalb unserer möglichen zehn Bewertungspunkte. Hineinhören lohnt sich auf jeden Fall. Erhältlich ist diese EP rein digital und kann bei allen gängigen Portalen wie YouTube, Spotify, Itunes, Amazon, etc. gehört und gekauft werden.



The Incredible Fake sind:
Georg „Zucki“ Zuckerstätter – Gesang, Gitarre
Tamara „Mara“ Zuckerstätter – Bass, Back-Vocals
Felix Oswald - Drums

Montag, 4. November 2024

The Incredible Fake - 25 Years of Fäke


Ein viertel Jahrhundert liegt es bereits zurück, dass die aus dem Bezirk Baden stammende Fun-Punkrock-Band The Incredible Fake, aktuell bestehend aus Georg Zuckerstätter, Tamara Buchegger und Felix Oswald einst, jedoch unter völlig anderer Konstellation gegründet wurde. Die Wurzeln der Band liegen bei dem immer schon musikbegeisterten Georg „Zzuke“ Zuckerstätter, welcher auf einer Maturareise in den Neunzigern unter anderem den wohl für die Band prägendsten Song „Die Katze“ geschrieben hatte und diesen seinerzeit mit Karl Kocher und Dieter Bartl, damals noch unter dem Bandnamen Fake regelrecht zum Leben erweckte, selbst wenn dieses Wesen im Song eher zum Sterben verurteilt war. Neben diesem Stück zählten „Maso Dobermann“, „Tote Karpfen“, „Ein Kleiner Wellensittich“, „Evilyn“ sowie in englischer Sprache gehaltener Werke zu den ersten im Repertoire der Band, die sich allerdings zum Teil nicht mehr in der heutigen Set-List wiederfinden. Im laufe der Zeit änderte sich der Bandname in Fäke und auch die ersten Auftritte in der damaligen Pizzeria Thenneberg standen an, ehe sich die Band aus diversen Gründen vorerst wieder auflöste oder vielmehr pausierte, denn Gründungsmitglied Zzuke sah in diesem Projekt weitaus mehr potential und wollte ein Ende nicht einfach so hinnehmen, sodass er wenige Jahre darauf Dieter Bartl überreden konnte wieder Musik zu machen. Anstelle von Karl Kocher kam jedoch Christoph Koller als Schlagzeuger mit ins Boot und auch André Winkler war als neuer zusätzlicher Gitarrist und Back-Vocal-Sänger mit an Bord. Fortan trug die Band den Namen „The Incredible Fake“ und kehrte mit einem erweiterten Set an Deutsch und Englischsprachigen Werken sowie auch dem einen oder andere Cover auf die Bühnen des Badener Bezirks zurück. Im Jahr 2006 folgte schließlich ein weiterer Meilenstein – denn in diesem Jahr wurde „Die Katze“ als CD-Single veröffentlicht, welche sich weit über den Bezirk hinaus gut verkaufte, und zahlreiche Hörer begeisterte. Etwa im selbigen Zeitraum nahm die Band an Bandcontests im Planet Music teil, kam dabei vorerst auch weiter, scheiterten jedoch in weiterer Folge an der Jury-Bewertung, welche so manchen Text doch eher zu kritisch betrachteten, obwohl die Band bereits mehrfach darauf hingewiesen hatte, dass es sich hierbei um Fun-Punk handelt und man viele ihrer Nummern nicht allzu ernst nehmen sollte und diese lediglich zur fantasievollen Unterhaltung dienen. Bald darauf folgte ein weiterer Umbau innerhalb der Band und so wurden mit „Lolli“ und „Sitt“ die zwei neuen für Schlagzeug und Bass gefunden, die kurz darauf auch schon bei den Aufnahmen zur nachfolgenden CD-Single „Evilyn“ mitwirkten und auch über einen längeren Zeitraum hinweg zur fundamentalen Besetzung der Bandgeschichte zählten. In den Jahren darauf folgten unzählige Konzerte an unterschiedlichen Orten, zu den wohl bekanntesten Veranstaltungen der Band zählten unter anderem das RedBlack Halloween, das in weiterer Folge kurzerhand zum Monster-Mash umbenannt wurde und zumeist in der Sol-Bar Bad Vöslau stattfanden. Im laufe der Jahre kam es aus den unterschiedlichsten Gründen auch immer wieder zu Umbesetzungen innerhalb der Band und selbst als sich einst aus The Incredible Fake die Band Feed My Paranoia formierte, bedeutete dies dennoch nicht das Aus der Band, denn auch hier folgte nach kurzer Pausierung eine Rückkehr zu den musikalischen Wurzeln der von The Incredible Fake und brachte nun noch mehr Ansporn hervor nach nicht nur einer gefühlten Ewigkeit endlich das Debüt-Album aufzunehmen, welches den Titel „Alle Im Dorf“ erhalten hatte (ausschlaggebend hierfür war eine Zeile des Stücks „Minotaurus“, welches sich ebenso auf diesem Album befindet). Hierfür konnte Sebasitan Risavy (bekannt, als EARased und Seiler & Speer-Bassist) als Studiotechniker gewonnen werden, mit welchem die Band auch in absehbarer Zeit das Nachfolgewerk produzieren möchte. Zuletzt veröffentlichte die Band ihr Werk „Wotan“, begab sich auf „Tonauinselfest-Tour“ oder hielt Auftritte bei den Festivals „Rock in Altenmarkt“ und „Rebel Heart“ ab. Dieser Tage allerdings feierten Georg Zuckerstätter, Tamara Buchegger und Felix Oswald zusammen mit vielen ehemaligen Bandmitgliedern, Freunden und auch musikalischen Weggefährten wie etwa Demian und FST in den Räumlichkeiten des MÄX Wiener Neustadt ihr fünfundzwanzigjähriges Bandjubiläum. Neben uns sorgte auch Stammfotograf Georg Stockreiter für großartige Bildaufnahmen dieses historischen Events. Nach all den Strapazen, die sich über die Jahre hinweg so durchzogen, ist es für einige surreal, dass die Band nun bereits ein stolzes viertel Jahrhundert auf der Bühne steht und zur Unterhaltung vieler deutschsprachigen Rock-Fans beiträgt. FST lieferten den musikalischen Warm-Up-Act für die Gäste und begeisterten mit rockigen Klängen, ehe die Jubilare die Bühne beschritten und zahlreiche alte aber auch viele neue Nummern mit im Gepäck hatten. Zur Unterstützung oder aber auch den Werdegang Revue passieren zu lassen wurden ehemalige Mitglieder für Gast-Auftritte nach und nach auf die Bühne geholt, sodass man The Incredible Fake bei bester Laune und gewohnt großartigen, wilden Klängen an sich gebührend feierte. Hierbei durften Nummern wie „Die Katze“, „Minotaurus“, „Karaokebar“, „…Gesicht“ oder „Wotan“ keinesfalls fehlen, welche dem Großteil des Publikums auf jeden Fall seit Jahren bekannt waren. Kurz vor dem Ende griff der Bandleader Zzuke zur Akustik-Gitarre um ein stilvolles und mitbewegendes „Good Riddance (Time Of Your Life)“ von Green Day zu seinem besten zu geben, ehe ihm eine kleine Torte zum Jubiläum überreicht wurde. Daraufhin gab es klarerweise noch eine Zugabe des Trios, ehe sie sich dieses von der Bühne verabschiedete, um den Abend in der Menge ausgiebig zu feiern. Begleitet wurde dieser weiterhin musikalisch von den langjährigen Freunden von Demian, die mit großartigen rockigen Riffs weiterhin für gute Stimmung unter den Besuchern sorgte. Exklusiv an diesem Abend gab es mitunter altes Merchandise-Material in Form von Einzelstücken zu erwerben. Weiteres hatte man die Möglichkeit sich sein exklusives Jubiläums-Shirt zu sichern oder sich die Bandgeschichte in Form eines von Georg Zuckerstätter professionell gestalteten Magazins gegen einen kleinen Unkostenbeitrag zuzulegen. Fazit hierzu ein gelungener Abend mit großartigem Publikum welche die Halle des MÄX in Wiener Neustadt gut ausfüllten und zusammen mit der Band über mehrere Stunden hinweg gebührend feierten. Selbstverständlich war dieses Fest nur eine Etappen-Feier, denn die Erfolgs- und Bandgeschichte von The Incredible Fake ist längst noch nicht auserzählt und spätestens nach diesem Abend dursten einige bereits nach einem neuen Tonträger der Band.

 HIER geht es weiter zu den Fotos

HIER gibt es weitere Infos rund um THE INCREDIBLE FAKE

Informationen am Rande:

Aktuelle Besetzung:
Georg „Zzuke /Zucki” Zuckerstätter (Gitarre, Gesang)
Tamara „Mara“ Buchegger (Bass, Gesang)
Felix Oswald (Schlagzeug)
 
Ehemalige Mitglieder
Karl Kocher (Schlagzeug) [FÄKE]
Martin Rankl (E-Gitarre) [FÄKE]
Dieter „Debee“ Bartl (Bass) [FÄKE/THE INCREDIBLE FAKE]
Christoph „Olaf“ Koller (Schlagzeug) [FÄKE/THE INCREDIBLE FAKE]
André „The Saint“ Winkler (Gitarre, Gesang) [THE INCREDIBLE FAKE]
Oliver Nass (Ersatz-Drummer -> Präsentation „Die Katze“) [THE INCREDIBLE FAKE]
Eva „Evi“ Kurz/Lillan (Gesang) [THE INCREDIBLE FAKE]
Andreas „Lolli” Loydold (Schlagzeug) [THE INCREDIBLE FAKE]
Thomas „Sitt“ Sittler (Schlagzeug) [THE INCREDIBLE FAKE]
Peter „Pisi” Pisarik (Gitarre) [THE INCREDIBLE FAKE]
Clemens „Clemo” Gridling (Bass) [THE INCREDIBLE FAKE]
Markus „Vodo“ Vodosek (Gitarre) [THE INCREDIBLE FAKE]
Felix „Fexi” Mitterer (Gesang, Gitarre) [THE INCREDIBLE FAKE]
Valentina Schich (Bass) [THE INCREDIBLE FAKE]
Denise Fiala (Speedchor) [THE INCREDIBLE FAKE]
Larissa Freyhammer (Speedchor) [THE INCREDIBLE FAKE]
 
Stamm-Fotograf: Georg Stockreiter
 
Bisherige Veröffentlichungen:
„Die Katze” CD-Single
Zzuke (Soloprojekt) – „Sad Songs”-EP-CD
„Evilyn” CD-Single
„X-MAS-EP”-CD
„Feucht beim Backen” CD-Single
„Alle Im Dorf” CD & Digital-Album
„Wotan” Digital-Single

Donnerstag, 11. Januar 2024

Reset – Alles Auf Anfang

Es ist schon ein paar Jahre her, dass Michael Niavarani gemeinsam mit Roman Frankl das Stück Reset – Alles Auf Anfang ausgearbeitet hat. In unterschiedlichen Theater-Räumlichkeiten des Landes wurde dieses Stück mittlerweile in unterschiedlicher Besetzung aufgeführt und aufgrund des enormen Zuspruchs durch das Publikum entschied man sich im vergangenen Jahr dazu das Stück erneut auf die große Theaterbühne des Wiener Globe zu bringen – ebenso mit Erfolg, denn die meisten der Vorstellungen waren restlos ausverkauft. Das war natürlich Grund genug eine der Vorstellungen aufzuzeichnen. Somit wurde dieses Bühnenstück durch die Niavarani & Hoanzl GmbH am 15. Dezember 2023 in Form einer DVD veröffentlicht, sowie auch für alle digitalen Konsumenten in Form eines Streams angeboten. Dieser Tage haben dadurch auch wir ein Exemplar der DVD-Fassung erhalten, in welche wir sehr gerne vorab für euch hineingesehen haben, um euch auch hier wieder die wichtigsten dadurch gewonnenen Eindrücke in gewohnter Manier zusammenzufassen. Michael Niavarani ist wahrlich für die Bühne geboren, denn wohl kaum würde er sich anders stets dazu hinreißen lassen neue Werke zu kreieren und in diesen teilweise sogar mitzuwirken, um den Zusehern dadurch einen unterhaltsamen Abend zu bescheren. So beispielsweise auch in Reset – Alles Auf Anfang, welches er zusammen mir Roman Frankl produziert hatte und darin einen erfolgreichen Geschäftsmann mimt, auf den in dem Stück allerhand Strapazen warten. Herbert Gruber (Michael Niavarani) ist wie bereits erwähnt ein erfolgreicher Geschäftsmann in seinen besten Jahren, der sein Leben stets auf der Überholspur verbringt. Seine Frau Maria (Katharina Dorian) hingegen neigt zu Hysterie, die sie allerdings mit Yoga in den Griff zu kriegen versucht. Herbert fühlt sich zu Maria längst nicht mehr hingezogen, sodass er bereits seit längerem ein Verhältnis mit der jungen Sekretärin Stefanie (Jenny Frankl) pflegt, die ihn jedoch dazu drängen versucht ihr ein Kind zu machen und seine Ehefrau zu verlassen. Doch da machen die Sorgen längst nicht halt, denn auch sein schwuler Halbbruder Eduard (Werner Sobotka) ist kurzerhand bei Ihm eingezogen. Herbert wird klar – er hat zu viel und mittlerweile auch schon genug davon. Eines Tages steht dann auch noch sein Freund Martin (Julian Loidl) mit einem millionenschweren Koffer von Schwarzgeld, den es zu verstecken gilt. Da kommt Herbert die Idee mit dem großen Geld endlich durchzubrennen und ein neues Leben abseits seiner täglichen Sorgen zu beginnen.  Ein neues Leben kommt daraufhin tatsächlich auf ihn zu, jedoch anders als erwartet. Herbert verliert durch einen Autounfall sein Gedächtnis und kann sich an absolut nichts erinnern, so kommt es, dass er nach der Spitalsentlassung vorerst auf Roland (Otto Jaus), seinen Pfleger angewiesen ist und sich im Leben erst wieder neu zurechtfinden muss. Wie gut, dass jeder seiner Angehörigen und Freunde eine maßgeschneiderte Lösung bereits parat haben, sodass sie Herbert allesamt so zu drehen versuchen, wie sie ihn gerne hätten. Seine Ehefrau beispielsweise offenbart ihm er wäre der äußerst sensible Komponist Jean-Michel, der ihr mit neuen Sonaten seine Liebe beweist. Sein Halbbruder jedoch dreht den spieß kurzerhand um und redet ihm ein, er wäre der enterbte Halbbruder anstatt seiner Stelle. Seine Sekretärin teilt ihm mit, dass sie von ihm bereits schwanger sei und die Scheidung ohnehin schon beschlossene Sache sei. Martin jedoch beschäftigt nur die eine Frage – nämlich jene wo der millionenschwere Koffer nach dem Unfall abgeblieben ist und wie er ihn zurückerlangen könnte. Zeit, um sich von den Strapazen des Unfalls zu erholen bleibt Herbert gewiss nicht, stattdessen muss er sich bewusstwerden, wer er war oder wer er in Zukunft sein möchte. Was man hier zu sehen bekommt ist ein sehr humoristisch durchdachtes Theaterstück, in welchem viel Situationskomik sowie aber auch die Handlung an sich die Zuschauer mitreißen können. Niavarani, Sobotka, Frankl, Dorian, Jaus, Loidl und Lainer bilden hier ein einzigartiges Ensemble, das hervorragend miteinander harmoniert. Der Dialog „Aber das ist ja schrecklich, wenn jemand sein Gedächtnis verliert“. „Das ist ja das Lustige“ ist hier absolut zutreffend, denn die Schauspieler dieses Stücks bieten den Zuschauern eine wirklich sehr unterhaltsame Zeit, sodass man am Ende dem Stück am liebsten selbst aktiv beiwohnen möchte. Alles an sich bietet sich einem hier ein sehr schönes, farbenfrohes Bild, bei welchem Kontrast und Schärfegrad ebenso gut abgestimmt wurden. Die Tonspur ist hier in Deutsch (Dolby Digital 2.0) enthalten und liefert im allgemeinen sehr gut verständliche Dialoge. Neben einer Laufzeit von beinahe zwei Stunden bieten sich hierbei keinerlei Extras, jedoch die Möglichkeit sich das Stück auch in digitaler Form über den Globe Wien Player abzurufen. Alles in allem bietet sich einem mit „Reset – Alles Auf Anfang“ eine sehr preiswerte und in jedem Fall äußerst unterhaltsame Veröffentlichung an, die wir euch zweifelsohne empfehlen können und hierfür in unserer Gesamtwertung sehr gerne insgesamt neun unserer möglichen zehn Bewertungspunkte geben möchten.

Gewinnspiel: Wir verlosen 3x1 DVD von „Reset – Alles Auf Anfang“ unter allen Teilnehmern, welche uns folgende Gewinnfrage richtig beantworten können: „Wo wurde das Stück Reset – Alles Auf Anfang aufgezeichnet?“. Schickt uns eure Zuschriften zusammen mit eurem Namen und eurer Anschrift an redaktion.theworldssociety@gmx.at und schon landet ihr in unserem Lostopf. Teilnehmen könnt ihr bis zum 20. Jänner 2024. Eine Barablöse ist ausgeschlossen. Eure Daten werden vertraulich behandelt, dienen lediglich der Gewinnermittlung und werden nicht an Dritte ausgehändigt.

Sonntag, 26. November 2023

David Helbock - Austrian Syndicate

Im zarten Alter von nur vierzehn Jahren veröffentlichte der österreichische Jazzmusiker und Pianist David Helbock bereits seinen ersten Solo-Tonträger. Zweieinhalb Jahrzehnte später ist dieser bereits bei seinem einundzwanzigsten Album angelangt, auf welchem ihn Kollegen wie Peter Madsen, Raphael Preuschl, Claudio Spieler und Herbert Pirker musikalisch begleiten. Seine neueste Scheibe nennt sich „Austrian Syndicate“ und ist vor wenigen Wochen erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Auch wir haben ein physisches Exemplar hiervon erhalten und es uns nicht nehmen lassen in die zwölf darauf befindlichen Nummern vorab für euch hineinzuhören um euch auf gewohnte Art und Weise kurz zu schildern, was sich euch hierbei bietet. „Money In The Pocket“ nennt sich die erste hier enthaltene Darbietung zusammen mit Alex Acuna, in welcher man schwungvollen Jazz zu hören bekommt, in welchem alle Instrumentalen Komponenten hervorragend aufeinander abgestimmt wurden, sodass man hier zu Beginn bereits eine sehr positive Einstellung zu diesem Album erhält und gespannt darauf ist, was hier noch so folgt. Anschließend bekommt man hier „Hymn To Vienna“ zu hören, welche in ihrem Klang recht interessant ist und sich hier gut einfügt. Des Weiteren findet man hier „The Third Man“ vor in welchem Dhafer Youssef unterstützend am Gesang zur Seite steht. Zugegeben eine sehr interessante Darbietung, die wenn man sie in lauter Einzelteile zerlegt sehr vielfältig und Aufwändig zusammengesetzt wurde und melodisch betrachtet sehr zu gefallen weiß. „Dinde et Dindon“ erinnert melodisch ein wenig an die akustische Untermalung eines bekannten Videospielklassikers. Vermutlich ist es genau dieses Detail welches diese Interpretation zu etwas besonderem macht und aus der Masse hervorhebt. Ein wundervolles, sanfter gestaltetes Werk entbietet sich einem nachfolgend mit „Ballad Of Schönenbach“ welcher wir klanglich viel abgewinnen konnten und einen regelrecht vor sich hinträumen lässt. Auch hier lohnt es sich unserem Ermessen nach hineinzuhören. Sehr lukrative Töne schlägt auch das Stück „The Ups And Downs“ an in welchem Lakecia Benjamin am Saxophon bereitsteht. Hier erhält man ein sehr gelungenes Zusammenspiel aller Instrumente, sodass man auch hieran relativ schnell gefallen findet. „Adventure“ liefert mystische Klänge sodass wir uns gut vorstellen könnten, dass diese Nummer beispielsweise in einem Landkrimi oder ebenso in einem Videospiel einmal zumindest teilweise ihren großen Auftritt haben könnte. Das nötige Potential dazu hätte diese allemal. Ein schwungvoller Titel ist hier mit „Grundbira Dance“ vertreten, welcher sich klanglich völlig entfaltet und uns auf ganzer Linie von sich überzeugt hat. In „Crimson Woman“ bekommt man durch Mitwirken von Fred Wesley zusätzlich auch eine Trombone zu hören, welches sich mit den übrigen Instrumenten gut ergänzt und für ein einzigartiges Klangerlebnis sorgt.
Es folgt „We Need Some Help Down Here“ welches akustisch etwas ruhiger ausgefallen ist und an sich sehr aussagekräftig in seinen Klängen ist, sodass man hier auf jeden Fall hineinhören und sich verzaubern lassen sollte. „Nuyorican“ liefert ein sensationelles Jazz Ensemble, welches melodisch auf jeden Fall zu überzeugen weiß und ihr handliches Geschick für Rhythmik sowie die Beherrschung der Instrumente unter Beweis stellt. In „Komm, Lieber Mai Und Mache“ erhält Maria Joao ihren gesanglichen Gastauftritt, welche dieses Werk stimmlich sehr gut untermalt. Instrumental betrachtet erhält man hier eine sehr schwungvolle Darbietung die es auf jeden Fall wert ist gehört zu werden und welche dieses Album in aller Würde zu seinem Ende geleitet. Alles in allem erhält man hiermit einen sehr gelungenen Tonträger der Jazz-Freunde zweifelsohne begeistern wird. Die Jahrelange Erfahrung in diesem Genre und an den Instrumenten ist hier deutlich herauszuhören. Das Album an sich wurde sehr gut umgesetzt, sodass wie hierfür sehr gerne insgesamt sieben unserer möglichen zehn Bewertungspunkte vergeben können und euch diese Scheibe von David Helbock samt musikalischer Begleitung nur sehr empfehlen können.




Freitag, 24. November 2023

Jonas Kaufmann - The Sound Of Movies

Jonas Kaufmann ist zweifelsohne einer der besten Tenöre die der deutschsprachige Raum im Moment so zu bieten hat und womit könnte sich einer der besten wohl geeigneter befassen als mit einigen der größten Nummern aus dem Film und Musicalbereich. So hat er vor kurzem sein Album „The Sound Of Movies“ der Öffentlichkeit vorgestellt, in welchem man gleich zweiundzwanzig Werke welche die visuelle Welt der großen Säle dieser Welt untermalen. Diese wurden seitens der Sony Classics Reihe in Form einer CD sowie auch als digitale Streaming- und Download-Variante veröffentlicht, worauf sich insgesamt zweiundzwanzig Nummern in einmaliger Eigeninterpretation befinden. Auch wir haben dieser Tage die Gelegenheit gehabt in diese Scheibe hineinzuhören, sodass wir euch die hierdurch gewonnenen Eindrücke sehr gerne wieder vorab für euch zusammengefasst haben, damit auch ihr euch ein erstes Bild darüber verschaffen könnt, was auch hierbei geboten wird. Den Anfang auf dieser Scheibe macht der Titel „The Lovliest Night Of The Year“ aus The Great Caruso, in welchem Jonas Kaufmann bereits zu Beginn zu entzücken weiß und damit eine hervorragende Eröffnung an den Tag legt, nach welcher man definitiv Lust auf weitere Werke dieser Art bekommt. Ein wirklich äußerst hörenswertes Stück. Anschließend daran folgt der Song „Where Do I Beginn“ aus Love Story. Hierbei handelt es sich um eine sehr gut umgesetzte Interpretation, die sowohl klanglich als auch gesanglich zu begeistern weiß und auch hier können wir euch nur sehr nahelegen hier hineinzuhören.  Auch „Maria“ aus der West Side Story ist hier vertreten. Kaufmanns Stimme kommt hierin sehr gut zur Geltung und insgesamt bietet sich einem hier eine sehr gelungene Interpretation, die sich dem Konzept des Albums beugt und es mit Leichtigkeit schafft die Hörerschaft mitzureißen. Es folgt das Stück „The Cider House Rules“, dem wir einiges abgewinnen konnten. Hier erhält man eine sehr gefühlvolle Darbietung die es schafft einen zu berühren. Auch hier lohnt es sich zweifelsohne hineinzuhören. Aus dem Film Gladiator findet man hier das Werk „Nelle tue mani (Now We Are Free)“ vor, das sich hier einer gekonnten Umsetzung erfreut und sowohl auch klanglicher Ebene als auch in gesanglicher Basis zu begeistern weiß. „Se(lf)“ aus dem Streifen Cinema Paradiso ist besonders gut in seiner Umsetzung gelungen und entbietet sowohl gesangliche als auch klangliche Höchstleistung. Eine sehr schöne, sanftere Nummer erhält man mit „E Piu Ti Penso“ aus Once Upon A Time In America. Diese weiß sehr zu gefallen weiß und schafft es sich in seiner instrumentalen als auch gesanglichen Darbietung hier sehr gut zurechtzufinden, sodass sie mit Sicherheit auf gefallen bei den Hörern stoßen wird. Ein bekanntes Stück das hier in dieser speziellen Art der Darbietung zu entzücken weiß findet man mit „Strangers In The Night (aus A Man Could Get Killed‘)“ vor. Selbstverständlich können wir euch auch hier nur sehr empfehlen hineinzuhören und euch dieses nicht entgehen zu lassen. In „Bring Him Home“ erhält man eine Nummer aus Les Miserables, deren Tonlage einwandfrei ist uns Jonas Kaufmann insbesondere im Refrain anhand seiner unverkennbaren Stimme für Gänsehaut-Momente zu sorgen weiß. Eine weitere Wundervolle Interpretation findet man hier mit „Nella fantasia“ aus The Mission vor, der es gelang uns auf Anhieb von sich zu überzeigen, da hier jede Menge Gefühl in der Stimme von Kaufmann steckt, sodass man hier zweifelsohne hiervon auf emotionaler Ebene berührt wird. Was „Conquest Of Paradise“ aus dem gleichnamigen Film betrifft, so können wir mit Sicherheit sagen, dass wir bis auf das Original selbst schon lange nicht mehr eine derartig gute Variante dieses Werks zu hören bekommen haben. Hier sollte man auf jeden Fall hineingehört haben. Auch in der zweiten Hälfte des Albums geht es mit meisterhaften Interpretationen weiter. Auch in dem Song „What Is Youth?“ aus Romeo and Juliet harmonieren Gesang sowie der instrumentale Part sehr gut miteinander, sodass auch diese eine Bereicherung für die Scheibe darstellt. „She Was Beautiful – Cavatina“ ist ein ehr gelungener Titel aus dem Schauspiel The Deer Hunter. Dieser weiß nicht nur klanglich und gesanglich gut zu gefallen, sondern schafft es zudem auch auf der emotionalen Ebene hoch zu punkten. So manchem ist das Stück „Por Una Cabeza“ aus Scent Of A Woman bestimmt schon einmal untergekommen. Auch hier wird diese Darbietung sehr gut durch Jonas Kaufmanns Stimme untermalt, sodass man letztendlich behaupten kann, dass sich dieses sowohl klanglich als auch gesanglich sehr gut in dieses Album einzugliedern weiß. Definitiv einen weltbekannten Klassiker erhält man mit „What A Wonderful World“ der auch abseits seiner musikalischen Untermalung des Streifens Good Morning, Vietnam die Musik- und Medienlandschaft in seinen Bann zog. Auch hier kann dieser qualitativ auf allen Ebenen mit dem Original mithalten, wobei wir eingestehen müssen, dass uns die ursprüngliche Fassung doch ein wenig besser gefällt, was allerdings keineswegs heißen soll, dass Kaufmanns Interpretation in irgendeiner Form schlecht wäre. „You’ll Never Walk Alone“ kennen viele vermutlich vielmehr aus dem Fußballstadion als aus dem Film Carousel. Jonas Kaufmann interpretiert dieses Meisterwerk ganz anders als so manche Musikkollegen auf sehr sanfte Art und Weise und schafft es die Hörerschafft damit ganz gewiss zufrieden zu stimmen, sodass wir uns sehr sicher sind, dass ihr an diesem Werk ebenso schnell gefallen finden werdet. Eine schöne, kurze Nummer bei welcher sowohl stimmlich als auch auf instrumentaler Ebene alles im grünen Bereich liegt erhält man hier mit „Moon River“ welches aus dem Streifen Breakfast At Tiffany’s bekannt geworden war und auch heutzutage immer noch sehr zu gefallen weiß. Ein weiterer unverkennbarer Klassiker ist hier mit „Singin‘ In The Rain“ aus gleichnamigem Film enthalten, der auch in diesem Gewand sehr zu überzeugen weiß, sodass uns dieser auf jeden Fall eine Empfehlung wert ist. Die einzige deutschsprachige Darbietung findet man hier mit „Ich Küsse Ihre Hand, Madame“ die aus gleichnamigen Filmstück entnommen wurde und aufgrund der Sprache ein wenig aus der Masse hervorsticht und auch im qualitativen Bereich des Gesangs sehr zu gefallen weiß. Hierauf folgt das Stück „Reality“ aus La Boum nach, welcher in dieser Form der Interpretation sehr wohlwollend klingt und uns daher auf jeden Fall eine Empfehlung an euch wert ist. „Edelweiss“ ist aus The Sound Of Music entnommen und ist insgesamt ein sehr schönes, sanft gehaltenes Liedgut, welches sich sehr gut in die Scheibe eingliedert und aufgrund seiner Darbietungsart auf jeden Fall gehört werden sollte. Abschließend bietet sich einem mit „Serenade“ aus The Student Prince eine gesangliche und melodische Höchstleistung, sodass es fast ein bisschen schade ist, dass das Album an dieser Stelle nach unglaublichen zweiundzwanzig Nummern bereits endet, denn die Zeit ist hier wie im Flug vergangen, sodass wir uns gut vorstellen können, dass Jonas Kaufman mit diesem Album auch Live auf zahlreiche Interessenten treffen wird. Alles in allem absolut empfehlenswert. Von uns erntet die Scheibe ganze neun unserer möglichen zehn Bewertungspunkte.


Dienstag, 21. November 2023

After Passion, Truth, Love & Forever (After-Box)

Mit ihren Büchern der After-Reihe landete Autorin Anna Todd einen weltweiten Bestseller, denn diese begeisterten nicht nur jugendliche Leser, sondern auch Erwachsene zugleich. Natürlich war es nur eine Frage der Zeit bis hiervon auch Hollywood Wind bekam und sich an die Arbeit machte ein Drehbuch für diese Geschichten zu kreieren und diese auf die Leinwand zu bringen. Mittlerweile ist diese eine Quattrologie und nach After Passion (2019), After Truth (2020) After Love (2021) und After Forever (2022) folgt im heurigen Jahr schließlich der nächste Teil der sich After Everything nennt und seit dem Herbst auch in den deutschsprachigen Kinos zu sehen ist. Um sich vorab auch ein wenig mit der Geschichte auseinanderzusetzen hat Constantin Film selbstverständlich schon Mal vorgesorgt und veröffentlicht so am 16. November 2023 das Quattro-Feature After Passion, Truth, Love & Forever mit den vier bisher erschienenen Teilen in Form einer Vierfach-DVD-Box, von welcher auch uns dieser Tage ein Exemplar erreicht hat und wir bereits die Möglichkeit dadurch erhalten haben hier hineinzusehen. Was die vier Filme inhaltlich als auch auf technischer Ebene so zu bieten haben, möchten wir euch so auch nicht weiter vorenthalten. Im Mittelpunkt von After Passion steht die kluge und äußerst attraktive Tessa Young (Josephine Langford), die mit ihrem Kindheitsfreund Noah (Dylan Arnold) eine glückliche Beziehung führt. Gerade erst hat sie ihr Studium aufgenommen, weshalb ihre Mutter Carol (Selma Blair) sehr stolz auf ihre Tochter ist. Tessa war bereits in der Grundschule äußerst talentiert, weshalb auch sie der Meinung ist, dass ein Besuch an der Uni genau das richtige für sie ist. Bereits am ersten Tag in der neuen Bildungseinrichtung nimmt ihr Leben jedoch eine überraschende Wende, denn dort begegnet Tessa mit Hardin Scott (Hero Fiennes-Tifflin) dem Bad Boy, der nicht nur ein etwas unverschämtes Verhalten an den Tag legt, sondern zudem auch optisch etwas von sich hält, wodurch auch Tessa ein Auge auf ihn geworfen hat. Nicht nur das, denn sie beginnt sich in diesen zu verlieben, weshalb sich Tessa auch in ihrem Wesen zu verändern beginnt und nicht mehr dieselbe ist, die sie zuvor einmal war. Ihre alten Werte und Ziele wirft sie kurzerhand über Bord und gibt sich voll und ganz ihren Gefühlen hin. Im zweiten Teil, der sich After Truth nennt, hat Tessa (Josephine Langford) beschlossen die Beziehung zu Hardin (Hero Fiennes-Tiffin) zu beenden, nachdem er sie verletzt aufgrund der Tatsache, dass er sie über einen längeren Zeitraum hinweg belogen hat, was seine Persönlichkeit angeht. Dadurch fühlt sie sich hintergangen und gedemütigt, sodass sie sich nichts Sehnlicheres als ihr altes Leben zurückwünscht. So setzt sie dazu auch gleich den ersten Schritt und nimmt eine Praktikumsstelle bei der Vance Publishing Company an, wo ihre Aufmerksamkeit voll und ganz bei ihrem neuen Kollegen Trevor (Dylan Sprouse) liegt. Dieser scheint nahezu perfekt für Tessa zu sein, denn er gibt sich sehr verantwortungsbewusst, ist klug, hat Humor und ist auch optisch genau richtig, sodass ihr eigentlich nichts Besseres passieren könnte. Doch gedanklich hängt sie noch immer sehr in der Vergangenheit und wird stets an ihre Zeit mit Hardin erinnert, sodass sie sich trotz aller Enttäuschungen immer noch sehr stark zu ihm hingezogen fühlt. Tessa weiß, dass Hardin eine Trennung nicht akzeptieren wird, doch ist es ihm überhaupt möglich sich für sie zu ändern oder sind ihre Hoffnungen in diesem Fall vergeblich. In Teil Drei, welcher sich After Love nennt, erlebt Tessa (Josephine Langford) gerade große Veränderungen in ihrem Leben. Während der Ausübung ihres Praktikums scheint sie im Verlag von Christian Vance (Stephen Moyer) einen besonders positiven Eindruck hinterlassen zu haben, sodass man nicht lange zögert und ihr dort auch eine feste Anstellung anbietet, wofür sie jedoch ihre Heimat hinter sich lassen und nach Seattle umziehen müsste. Tessa jedoch scheint von diesem Angebot regelrecht angetan zu sein, sodass sie sich ausmalt, welch neue Erfahrungen und Eindrücke dort auf sie warten könnten und sieht dieses Angebot als Chance. Hardin (Hero Fiennes Tiffin) scheint sich jedoch nicht unbedingt für seine Partnerin zu freuen. Er wünscht ihr zwar beruflich nur das Beste, möchte jedoch lieber mit ihr zusammen in London verweilen. Die Vorstellung, dass sie alleine nach Seattle ziehen könnte macht ihn rasend vor Eifersucht. Unerwartet steht auch Tessas alkoholkranker Vater Richard (Atanas Srebev) vor der Tür, was Hardin ebenso nur wenig Grund zur Freude hat, vor allem da er der Annahme ist, dass dieser einen negativen Einfluss auf Tessa und deren Zukunft haben könnte und dieser es ohnehin nur auf das Geld seiner Tochter abgesehen hat. In After Forever dreht sich die Geschichte nach wie vor um die Liebe zwischen Tessa Young (Josephine Langford) und Hardin Scott (Hero Fiennes-Tiffin), welche im Laufe ihrer gemeinsamen Zeit viele Höhen als auch Tiefen miteinander durchlebt haben, was die Bindung der beiden noch um einiges intensiviert hat. Dennoch haben die beiden in ihren eigenen Persönlichkeiten über die Jahre hinweg auch Veränderungen verzeichnet, sodass Tessa längst kein naives junges Schulmädchen mehr ist, doch auch Hardins raue Schale scheint etwas nachgegeben zu haben. Den beiden wurde klar, dass sie charakteristisch gesehen gar nicht so differenziert sind, wie sie anfangs noch angenommen hatten. Doch obwohl Hardin über die Jahre ruhiger und gelassener geworden ist, scheint ihn seine Vergangenheit wieder einzuholen, was ihn schließlich dazu führt zu Tessa auf Distanz zu gehen. Hardin hat kürzlich ein altes Familiengeheimnis zum Vorschein gebracht, was ihn dazu veranlasst, niemanden an sich heranzulassen und verfällt damit in ein altes Muster, sodass er selbst für Tessa ungreifbar wird. Da sie es war, die ihm stets Halt gegeben hat, versucht sie auch dieses Mal wieder um ihn zu kämpfen, denn für Tessa ist klar, dass sie zusammengehören. Die Frage ist, ob es ihr jedoch gelingt, Hardin wieder auf den richtigen Weg zurückzubringen, ohne sich dabei selbst zu verlieren. Inhaltlich erhält man auch hier wieder zwischenmenschliche Begegnungen mit dramatischem aber auch romantischem Inhalt, wobei natürlich auch das Knistern zwischen den beiden nicht zu kurz kommt. Was man mit dieser Film-Box geboten bekommt ist eine emotionale Achterbahnfahrt, wobei man als Zuschauer hautnah dabei sein kann und sich aufgrund der sehr authentischen Darbietung auch gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen kann. Vor allem können sich viele jüngere Film-Freunde sich möglicherweise in den Hauptcharakteren wiederfinden. Inhaltlich wird die Geschichte der Bücher hier schauspielerisch sehr gut wiedergegeben, auch wenn es zum Buch doch die eine oder andere Abweichung gibt. Die Besetzung hierfür wurde gut gewählt, sodass wir inhaltlich gesehen nichts auszusetzen haben. Optisch bekommt man in allen vier Film-Teilen sehr warme und kräftige Farbtöne zu sehen, die sich an den natürlichen tönen doch sehr stark orientieren. Auch der Kontrast wurde gut darauf abgestimmt und für eine DVD-Fassung erhält man auch hier eine sehr angenehme Schärfe. Der Ton ist hier in Deutsch (Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1) und auch Englisch (Dolby Digital 5.1) enthalten und liefert in allen Varianten einen sehr angenehmen Klang. Neben einer Lauflänge von beinahe fünf Stunden bieten sich hier noch zusätzliche Interviews mit dem Cast und der Crew des Filmsets, die hier einige Informationen rund um den Dreh preisgeben, exklusive Featurettes sowie einige entfernte Szenen.  Alles in allem erhält man hier gleich vier gut gelungene Filmromanzen in einer platzsparenden Box. Drama und Erotik wurden hierin sehr gut aufeinander abgestimmt, was den Filmen genau die richtige Würze verleiht. Inhaltlich gestalten sich diese ganz gut und werden zudem auch sehr kurzweilig wiedergegeben, sodass man sich diese durchaus zwischendurch ansehen kann. In unserer Gesamtwertung vergeben wir für das Quattro-Feature After Passion, Truth, Love & Forever, welche sich in einer Box sammeln, insgesamt acht unserer möglichen zehn Bewertungspunkte, sodass man sich jetzt schon auf den fünften Teil freuen kann, der zurzeit noch in einigen deutschsprachigen Kinos zu sehen ist.




Gewinnspiel: Wir verlosen 1x1 DVD-Box zur bisherigen After-Reihe. Beantwortet uns hierfür einfach folgende Frage: „Wie nennt sich der fünfte Teil der Reihe, der aktuell noch in den Kinos zu sehen ist?“ Wenn ihr die richtige Lösung wisst, so schickt uns diese gemeinsam mit eurem Namen und eurer Anschrift an redaktion.theworldssociety@gmx.at und mit ein wenig Glück gehört einer dieser tollen Preise schon bald euch. Teilnahmeschluss ist am 30. November 2023. Eure Daten werden natürlich vertraulich behandelt, nicht an dritte weitergegeben und dienen nur zur Gewinnermittlung. Eine Barablöse ist ausgeschlossen.

Montag, 20. November 2023

Joris Dudli - Boundaries Expanded

Joris Dudli ist im Musikgeschäft schon seit langer Zeit kein unbekannter und seit Jahren insbesondere in der Jazz-Szene als Jazz-Schlagzeuger bekannt. In Österreich kennen ihn so manche als Studio-Musiker, welcher bereits mit Größen wie Rainhard Fendrich, Georg Danzer oder auch Wolfgang Ambros zusammengearbeitet hatte. Immer wieder bringt Joris Dudli aber auch Eigenkompositionen an die Öffentlichkeit, die sich wie bereits erwähnt jedoch vorrangig im Jazz-Genre festhalten. Erst dieser Tage veröffentlichte der Vollblutmusiker zusammen mit einer Hand voll Kollegen sein neuestes Studioalbum „Boundaries Expanded“ auf welchem sich gleich elf neue Kompositionen des leidenschaftlichen Drummers befinden. Da auch wir seit einigen Tagen ein Exemplar der fertigen CD-Fassung hiervon erhalten haben, haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen auch hier wieder vorab für euch hineinzuhören um euch ein wenig über den Inhalt zu den einzelnen Darbietungen erzählen zu können. Bereits im ersten gleichnamigen Stück zur Scheibe „Boundaries Expanded“ bekommt Dudli musikalische Unterstützung durch Vincent Herring und Mike LeDonne. Als Trio gelingt ihnen hier eine klanglich sensationelle Eröffnung mit einem Stück aus dem Jazz-Genre, welches zwar rein instrumental gehalten ist, jedoch ein tolles Zusammenspiel aller Komponenten zu bieten hat. Es folgt zusammen mit Gregor Storf, Dave Kikoski, Vincent Herring und Wallace Roney Jr. das Werk „Lee’s Dream“ welches klanglich gut umgesetzt wurde und vor melodischer Kreativität nur so sprüht, sodass wir dieses definitiv als sehr hörenswert einstufen würden. „Art, Fahr Ma?“ ist die dritte Interpretation, in welcher auch Wallace Roney Jr., Vincent Herring, Dave Kikoski und Gregor Storf mitunter zum Einsatz kommen. Hierin bietet sich einem eine schwungvolle Akustik, welche hier auf ganzer Linie überzeugen kann und es mit Sicherheit schafft einzelne Körperteile oder gar den gesamten Bewegungsapparat dazu anzuregen sich zu bewegen. Sehr großen Gefallen fanden wir an dem Stück „I’m Old Fashioned“, dem Wallace Roney Jr. und Mike LeDonne beiwohnen. Dieses ist nicht nur mit instrumentalen Tönen geschmückt, sondern wird zudem auch von hörenswerten Gesangspassagen begleitet, sodass einem hier gesamt ein sehr angenehmes Klangerlebnis begegnet. Weiter geht es mit „Prince Vince“. Auch hier wirken wieder vier Begleitmusiker mit, die dem Werk zu mehr Schwung und Takt verhelfen, sodass sich dieses hier nicht nur gut eingliedert, sondern definitiv auch hören lassen kann. Zusammen mit Carole Alston und Mike LeDonne ist Joris Dudli mit „Summertime“ ein hörbar gut gewordenes Cover gelungen, welches gekonnt dargeboten wird und sowohl klanglich als auch gesanglich recht schnell abzuholen weiß. Somit können wir euch auch hier nur sehr nahelegen hineinzuhören. Weiteres bietet sich einem hier mit „Well Done“ eine flottere Nummer, welches anhand ihrer Klangvielfalt positiv aufzufallen weiß, wie auch bei den zu vorigen Interpretationen sind hier wieder drei weitere Musiker mit dabei. Gesanglich sowie auch klanglich sehr lobenswert ist auch der Titel „Have You Met Miss Jones“. Joris Dudli, Eric Alexander und Mike LeDonne verleihen diesem Werk eine ganz besondere Note und unserer Meinung nach zählt dieser zu den wohl besten Darbietungen dieser Scheibe. Zusammen mit Peter Bernstein ist das Stück „Moon River“ entstanden. Hierin bieten sich einem sehr schöne, entspannte Klänge, die mitunter auch ein Gala-Dinner sehr gut begleiten würden und welches einem nach einem stressigen Alltag definitiv sehr gut zu besänftigen weiß. Fast schon dem Ende zu liefert „I Didn’t Know What Time It Was“ einen sehr schönen Allgemeinklang, jedoch fehlt es diesem für unseren Geschmack am gewissen Etwas und auch der Widererkennungswert ist hier nicht so vorhanden wie wir es uns hier wünschen würden. Abschließend ist hier außerdem noch der Song „Darn That Dream“ enthalten. Hier entbietet sich einem eine sehr schöne, ruhigere Darbietung von Joris Dudli, Eric Alexander, Mike LeDonne und Peter Washington, die die Scheibe sehr würdevoll ausklingen lässt. Auch hier lohnt es sich erneut hineinzuhören. Alles in allem erhält man mit „Boundaries Expanded“ einen sehr hörenswerten Tonträger aus dem Jazz-Bereich, der all jene die sich gerne mit dieser Kategorie auseinandersetzen mit Sicherheit auch entzücken wird. An den Kompositionen und Konstellationen gibt es unsererseits absolut nichts Negatives auszusetzen, sodass wir diesen Tonträger mitunter nur empfehlen können und hierfür in unserer Gesamtwertung sehr gut gemeinte siebeneinhalb von möglichen zehn Bewertungspunkte geben können.

Donnerstag, 16. November 2023

Griechenland (oder Der Laufende Huhn)

Griechenland ist dem österreichischen Kabarettisten Thomas Stipsits besonders ans Herz gewachsen. Nicht nur dass er mit dem gleichnamigen Stück seinen großen Durchbruch auf den landesweiten Bühnen erreichte und seinen Bekanntheitsgrad damit drastisch erhöhen konnte, hat er auf den griechischen Inseln seine zweite Heimat gefunden, in die er Jahr für Jahr zurückkehrt, um sich eine Auszeit zu nehmen. Das ist jedoch längst nicht alles, denn in Zusammenarbeit mit den Regisseurinnen Claudia Jüptner-Jonstorff und Eva Spreitzhofer arbeitete Stipsits zudem das Konzept eines Films aus, welcher im Juli 2023 in den österreichischen Kinos und kurze Zeit darauf sogar in Deutschland erstmalig aufgeführt wurde und gute Besucherzahlen erspielte. Dieser Tage ist die Komödie schließlich auch in Form einer DVD und digitalen Streaming-Variante schließlich auch für das Heimkino erschienen, sodass auch wir kürzlich die Gelegenheit hatten vorab für euch in diesen Film hineinzusehen. Johannes (Thomas Stipsits) der im Hotel seiner Eltern in ziemlich allen belangen mitwirkt versucht den Wünschen seiner Eltern, insbesondere jenen seiner Mutter gerecht zu werden um sich dem künftigen Erbe als würdig zu erweisen. Sein Vater ist ein Arbeitstier und lebt für seinen Beruf. Beruflich und privat stets an seiner Seite ist seine Verlobte Julia (Katharina Straßer), die jedoch langsam genug davon hat, dass sich Johannes ständig von seiner Mutter herumkommandieren lässt, anstatt das Ruder in die eigenen Hände zu nehmen. Genervt von all diesen Umständen liebäugelt sie bereits mit erfolgreichen Konkurrenten, um eventuell sogar einen Jobwechsel in Betracht zu ziehen. Johannes ist leicht beeinflussbar und versucht es generell immer allen recht zu machen. Damit jedoch ist schon bald Schluss, denn als plötzlich eine Todesnachricht samt Testamentseröffnung eintrifft stellt sich heraus, dass er über die Jahre hinweg belogen wurde und sein richtiger Vater eigentlich in Griechenland beheimatet war. Selbst wenn es nun zu spät ist, ist Johannes festentschlossen sich auf die Suche nach den Spuren seiner selbst und seines verstorbenen Vaters zu machen, sodass er von heute auf morgen kurzerhand nach Griechenland reist. Dort versucht er sich seinen mentalen Fesseln zu entreißen, sodass diese Reise nicht nur ein abenteuerlicher Sightseeing-Trip ist, sondern ausschlaggebend für die Zukunft von Johannes wird. Auf seiner Reise gelingt es ihm nach und nach zu sich selbst zu finden, sich den Erwartungen aller anderen zu entreißen und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Was man hier zu sehen bekommt ist eine herzerwärmende Tragikomödie, die sich für die ganze Familie eignet. Hierin wird das Thema Erbschaft und all die Strapazen darum in den Vordergrund gerückt, sodass man sich hier einem Thema widmet, das filmisch viel zu selten dargestellt wird. Stipsits, Straßer, Kottal, Steinhauer, Seefried, Vitasek und noch viele weitere Namen sind Teil dieses Films, welche diesen zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Die guten Besuchszahlen in den Kinos geben den Machern und Darstellern recht, dass hier eine wundervolle, authentische Geschichte erzählt wird, wie man sie auch im Leben durchaus schon mal vorfinden kann. Optisch liefert dieser Film sehr schöne, warme Farben. Die Schärfe hier ist zu jeder Zeit gut gegeben und somit ist das Bild an sich sehr ansehnlich. Die Tonspur liefert einen einwandfreien Klang in Dolby Digital 5.1 gehalten, sodass man in den Räumlichkeiten zuhause einen allgemein guten Klang geboten bekommt. Griechenland (oder Der Laufende Huhn) ist ein Film, den wir euch zweifelsohne sehr gerne weiterempfehlen können, sodass wir hierfür in unserer Gesamtwertung letztendlich auch sehr gerne neun unserer möglichen zehn Bewertungspunkte vergeben können. Auszeichnungen unterschiedlicher Art hätte sich dieser Streifen redlich verdient.

Gewinnspiel: Wir verlosen 2x1 DVD von „Griechenland (oder Der Laufenden Huhn)“, wenn ihr uns folgende Gewinnfrage richtig beantworten könnt: „Was zieht die Filmfigur Johannes in das schöne Griechenland?“. Wenn ihr die richtige Lösung wisst, so schickt uns eure Zuschriften gemeinsam mit eurem Namen und eurer Anschrift an redaktion.theworldssociety@gmx.at und mit ein wenig Glück gehört eines der beiden Exemplare schon bald euch. Teilnahmeschluss ist am 24. November 2023. Eine Barablöse ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden persönlich von uns verständigt. Eure Daten werden vertraulich behandelt, dienen lediglich der Gewinnermittlung und werden keinesfalls an Dritte ausgehändigt.

Mittwoch, 15. November 2023

Beartooth - The Surface

Beartooth ist eine Hard’n’Heavy Band, welche in der Vergangenheit mehrfach mit Gold ausgezeichnet wurde und nun mit ihrem fünften Studio-Tonträger „The Surface“ auf dem besten Weg ist diesen Weg weiterzugehen. Red Bull Records kündigte bereits im Vorfeld eine Veröffentlichung in digitaler Form, als CD sowie auch als Vinyl an, worauf sich insgesamt elf neue Werke befinden in welchen Sänger Calem Shomo wieder persönliches Gedankengut darin verarbeitet hat und sich bereiterklärt hat einiges aus seinen Erlebnissen und Lebenslagen mit der breiten Masse zu teilen. Trotz aller negativen Seiten die das Leben bereithält hat dieser es geschafft die Kurve zu kriegen und optimistisch durchs Leben zu gehen und weitgehendst aus allem das Beste zu machen. Das Beste versucht er zusammen mit der Band selbstverständlich auch mit den Instrumenten und seiner Stimme zu machen. Da uns seit einiger Zeit bereits ein Exemplar dieses Albums vorliegt, haben wir es und auch hier wieder zur Aufgabe gemacht hier vorab für euch hineinzuhören und euch nun nachfolgend zu schildern, was dieses Album und dessen einzelnen Werke inhaltlich als auch auf klanglicher Ebene zu bieten haben. Zunächst wird die Scheibe sehr kraftvoll durch die Nummer „The Surface“ eröffnet, welche bereits zum Einstieg großartige Klänge für alle Hardrock-Fans liefert und sowohl hier auf der Platte als auch Live mit sehr großer Wahrscheinlichkeit für jede Menge Begeisterung sorgen wird. Der Refrain hiervon weißt sehr wohlwollende, nahezu radiotaugliche Töne auf, während die Strophen hiervon weitaus härter ausfallen. „Riptide“ ist der Name des nachfolgenden Stückes, das über sehr eingängige Textpassagen und sensationelle Rhythmik verfügt. Gesanglich als auch Klanglich weiß dieses sehr zu gefallen und liegt insbesondere anhand seines Refrains sehr gut in den Ohren. Besonders Ausdrucksvoll gestaltet sich der Song „Doubt Me“, welcher uns auf Anhieb anhand seiner Klänge überzeugt hat. Sowohl an seinen Tönen als auch am Gesang gemessen hat dieser ordentlich was auf dem Kasten, sodass wir allen Rockfans nur empfehlen können hier hineinzuhören. Zusammen mit HARDY haben Beartooth den Song „The Better Me“ aufgenommen, welcher sich als gesamtes hier sehr gut auf dem Album zurechtfindet und sich insgesamt auf jeden Fall hören lassen kann. Durch seinen besonders eingängigen Refrain würden wir diesen sogar als eigenständigen Single ins Rennen schicken, da dieser sehr vielversprechend klingt und dadurch die breite Masse durchaus ansprechen könnte. Weiter geht es mit dem Titel „Might Love Myself“, der sich melodisch als auch gesanglich sehr gut darstellt. Sowohl die Strophen als auch der Refrain wurden hierin sehr gut ausgearbeitet und in weiterer Folge von der Band meisterhaft interpretiert. Ein schmeichelhafter, klarer Refrain bietet sich einem in dem doch eher wilden ausgefalleneren Stück „Sunshine!“, welches unserer Meinung nach eine gute Kombination aus Teenage- oder Emo-Rock und Hardrock zum Vorschein bringt. Auch hieran fanden wir definitiv Gefallen. In „What’s Killing You“ fließen wieder verschiedene Genre des Rocks mit ein. Hier erhält man lautstarke, aussagekräftige Darbietungen, die man sich nicht entgehen lassen sollte, denn sowohl auf klanglicher als auch inhaltlicher Ebene wird einem hierin einiges geboten. Eine sehr schöne und vergleichsweise ruhigere Interpretation findet man hierin mit dem Werk „Look The Other Way“ vor. Klanglich als auch gesanglich wurde hier alles gut aufeinander abgestimmt und wir würden euch jederzeit zweifelsohne empfehlen hier hineinzuhören. Sehr wild und mit zahlreich genialen Riffs ausgestattet entbietet sich einem das Stück „What Are You Waiting For“, welches sich in seinem Klang schwungvoll und recht eingängig gibt. Sowohl als Single als auch für die Live-Shows wäre uns dieses definitiv eine Empfehlung wert. Als vorletztes Liedgut auf diesem Album ist hier mit „My New Reality“ eine sehr eingängige Darbietung enthalten, die sowohl im melodischen als auch gesanglichen Bereich gut umgesetzt wurde und auch als eigenständige Auskopplung gut vorstellbar wäre. Man sollte sich dieses keinesfalls entgehen lassen, ganz egal ob man mit der Band bereits vertraut ist oder gerade erst auf diese gestoßen ist, wird man hieran gewiss gefallen finden. Zum Abschluss findet man hier mit „I Was Alive“ außerdem noch ein wahres Klangfeuerwerk vor. Besser hätte man die Scheibe wohl auch nicht ausklingen lassen können. Klanglich als auch gesanglich wurde hier jeder Ton getroffen und alles perfekt aufeinander abgestimmt, sodass wir euch nur nahelegen können euch von diesem Werk ebenso verzaubern zu lassen. Auch das fünfte Studioalbum von Beartooth ist hörbar gut gelungen und Rockfans können sich hier bereits auf sensationelle Live-Shows freuen, womit sie auch die europäischen Bühnen im Rahmen diverser Festivals hoffentlich wieder einmal beehren werden. Das Album wird in unserer persönlichen Playlist gegenwärtig mit Sicherheit seinen Platz finden und hat sich unseres Erachtens nach eine Benotung mit insgesamt acht unserer möglichen zehn Bewertungspunkte auf jeden Fall redlich verdient.



Montag, 13. November 2023

Soundtrack – Trolls Band Together

Tatsächlich startet dieser Tage bereits das dritte Animationsabenteuer der kultigen Trolle auf der großen Leinwand und auch dieses Mal hat sich DreamWorks zum wiederholten Male einen Weltstar unter den Musikern ins Boot geholt, der den Großteil des Soundtracks dieses Albums produzieren durfte. Die Rede ist von niemand geringerem als von Justin Timberlake, der bereits in vorherigen Teilen mit von der Partie war und dabei den einen oder anderen Charterfolg sein Eigen nennen durfte. Für den dritten Film-Teil hat sich der Ex-Boyband-Star jedoch Unterstützung geholt und zwar von niemand geringerem als von seinen ehemaligen Mitstreitern. Ja in der Tat – es gibt tatsächlich eine Reunion von NSYNC mit der ursprünglichen Originalbesetzung, worauf Fans bereits sehr lange warten mussten. Wie auch immer – anlässtlich des Kinostarts am 17. November 2023 wurde im Vorfeld dazu natürlich auch ein Soundtrack-Album produziert, welches wir bereits bei uns vorliegen und in folge dessen auch in dieses hineingehört haben, sodass wir euch nicht weiter auf die Folter spannen möchten, was euch bei diesem in etwa erwartet. Als großen Opener erwartet einem direkt zu Beginn das Stück „Better Place“ welches eigens für den Film von NSYNC unter Mitwirken von Justin Timberlake aufgenommen wurde und einen zeitgemäßen, angenehmen Klang zum Vorschein bringt, welcher nicht nur zu gefallen weiß, sondern wieder einmal verspricht ein Chart-Erfolg zu werden. Für „Perfect“ hat sich Justin Timberlake Unterstützung von Eric Andre, Daveed Diggs, Kid Cudi und Troye Sivan geholt, welche alle ihren wesentlichen Teil dazu beitragen, dass auch dieser Song durch und durch gelungen scheint und absolut hörenswert ist. Inhaltlich hat dieser einen leichten Hauch von Michael Jackson, doch Justin Timberlakes Merkmale sind hier zweifelsohne zu erkennen, wobei dieser dem King Of Pop natürlich auf den Fersen ist. Eine großartige Konstellation zahlreicher talentierter Künstler ist hier nachfolgend mit „Let’s Get Married“ zu hören. Hier wirken unter anderem Justin Timberlake, Anna Kendrick, Zooey Deschanel, Icona Pop sowie einige weitere mit und sorgen dafür, dass sich dieses Werk nicht nur inhaltlich, sondern auch auf allen weiteren Ebenen auf jeden Fall hören lassen kann. Wir sind der Ansicht, dass auch dieser Titel in den Download-Charts weit vorne zu finden sein wird. „Water Me Work“ ist eine Nummer die durch Andrew Rannells und Brianna Mazzola interpretiert wurde und sich vom Stil her hier sehr gut eingliedert. Gesanglich als auch gesanglich gestaltet sich diese sehr überzeugend und hat sich ihren Platz in der Album-Setlist auf jeden Fall verdient. Munter weiter geht es mit „Vacay Island“ wobei Daveed Diggs, India Carney und Ty Taylor ihre Finger, oder besser gesagt ihre Stimmen im Spiel hatten. Auch hier wurden Klassiker wiederbelebt, die in ihrer Neufassung zu gefallen wissen und hervorragend zum Gesamtkonzept dieses Films passen. Hierauf folgt die Darbietung „BroZone's Back“ von Justin Timberlake, Eric Andre und Daveed Diggs, welcher wir klanglich als auch gesanglich einiges abgewinnen konnten. Diese sorgt zudem für viel gute Laune und ist insgesamt ein gelungener Party-Mix von Musik aus vergangenen Tagen. Auch hier lohnt es sich auf jeden Fall hineinzuhören. Troye Sivan sorgt mit seinem kurzen Zwischenstück „Lonely People“ für einen ganz besonderen Gänsehautmoment, denn dieses ist melodisch als auch gesanglich sehr aussagekräftig und bringt sehr viel Gefühl hervor, sodass dieser unseres Erachtens leider viel zu kurz auf diesem Album kommt und wovon wir möglichst bald hoffentlich noch einiges mehr hören werden. Fast gänzlich instrumental, mit Ausnahme von einigen verzerrten Stimmen kommt es mit „Hustle Dimension“ von Joseph Shirley zu einer klanglichen Schwung-Aufholung. Allgemein ist dieser Titel sehr gut geworden in seiner Komposition, sodass sich eine Frage nach einer Daseinsberechtigung auf diesem Album gar nicht erst stellt. In „It Takes Two“ machen allerdings drei gemeinsame Sache. Die Rede ist hier von Camila Cabello, Anna Kendrick und Justin Timberake, deren Stimmen sich hier wirklich sehr gut ergänzen und einen außerordentlich guten Klang zum Vorschein bringen. Hierbei handelt es sich um eine sehr gelungene Nummer die man zweifelsohne auch öfter hören möchte. Definitiv ein tanzbares Werk findet man hier mit „Mount Rageous“ vor, an welchem Andrew Rannells sowie Brianna Mazzola beteiligt waren. Dieses sorgt nicht nur auf diesem Album für entsprechend Stimmung, sondern wird auch als Integration auf der großen Leinwand auf Gefallen treffen. Auch die Trio-Verkörperung von „Better Place“ durch Justin Timberlake, Eric Andre und Daveed Diggs sorgt für Begeisterung und weiß auch in ruhigerer Ton- und Stimmlage zu gefallen, sodass dies eine perfekte Reprise zum Eröffnungs-Titel darstellt. Anschließend findet man hiervon auch eine „Reunion“-Fassung dieses Stücks durch NSYNC verkörpert auf diesem Album vor, welche sich ebenso gut in diesen Tonträger zu integrieren weiß. In „Family“ harmonieren die Stimmen von Justin Timberlake, Anna Kendrick als auch Camila Cabello sehr gut miteinander. Dieses gelungene Stück liegt sehr gut in den Ohren und verfügt über sehr wohlwollende Klänge, denen wir einiges abgewinnen konnten. Dem zufolge ist es uns auf jeden Fall Anlass genug euch dieses weiterzuempfehlen, denn wir können und gut vorstellen, dass dies sowohl bei den Zusehern des Films als auch bei den Hörern besonders gut ankommt. Zu guter Letzt versorgt und auch noch Zosia Mamet mit dem Werk „9 to 5“, welches auch in dieser Fassung einen sehr positiven Eindruck hinterlässt und allgemein sehr gut in das Set dieses Soundtracks passt. Man könnte meinen, dass Justin Timberlake hier eine Art Strategie verfolgt, denn man möchte meinen, dass sich die hierauf enthaltenen Werke nach und nach selbst übertrumpfen sodass sich die Stücke dieses Soundtracks wohl streitig darum werden, wer weiter vorne in den Charts vertreten sein darf. Die NSYNC-Nummer wird man mit großer Wahrscheinlichkeit unter den ersten zehn Plätzen finden und auch die anderen Stücke werden zumindest im Download-Bereich nicht so abwegig davon sein. Alles in allem erhält man hier ein sehr buntes, vielfältiges gut verarbeitetes Album welches seinem Cover alle Ehre macht und als Soundtrack zum dritten Trolls-Abenteuer bestens geeignet scheint. Von uns gibt es hierfür insgesamt achteinhalb unserer möglichen zehn Bewertungspunkte sodass wir euch dieses sehr gerne auch weiterempfehlen möchten.

Donnerstag, 5. Oktober 2023

Maschin - Weltenraum

Maschin ist eine fünfköpfige Dialekt-Rock- und Metal Band aus dem niederösterreichischen Wiener Neustadt, welche aus den Mitgliedern Mel, Chris, Andreas, Izzy und Roli, die vor rund fünf Jahren zueinanderfand und sowohl vor als auch während der Pandemie eifrig an ihrem Debüt-Album und einem Live-Konzept arbeiteten. Die Bühnenshows lassen keineswegs zu wünschen übrig und so kommt es, dass die Band unter anderem bei der Radio 88.6 Rockstage den dritten Platz belegten und sich damit gegen zahlreiche andere Teilnehmer entsprechend durchsetzen konnten. Kurz darauf erfolgte bereits der nächste Meilenstein, denn Anfang September wurde das Debüt-Album „Weltenraum“ im Rahmen einer Live-Präsentation der Öffentlichkeit vorgestellt, wovon nun auch uns ein Exemplar erreicht hat. So hatten wir dieser Tage die Gelegenheit in diese Scheibe vorab für euch hineinzuhören, sodass wir auch euch die wichtigsten Informationen hierzu und den darauf enthaltenen Nummern nicht vorenthalten möchten, damit auch ihr euch einen ersten Überblick über dieses Album verschaffen könnt. Der Opener „Maschin“ ist sozusagen eine Selbstvorstellung der Band, welche es schafft auf Anhieb von sich zu überzeugen. Hierin harmonieren Klang, Gesang und Inhalt sehr gut miteinander, sodass hier am Ende ein gelungenes Werk entstanden ist, das aufgrund seiner Eingängigkeit wahrlich als Ohrwurm bezeichnet werden kann und auf jeden Fall auch für Stimmung sorgt. Erfahrungsgemäß kommt dieses auch Live sehr gut an, sodass es nur zu befürworten ist, dass hiervon auch kürzlich eine eigene Single- und Videoauskopplung hierzu stattfand. Hierauf folgt das Stück „Gier und Macht“ welches uns sowohl auf melodischer als auch auf gesanglicher Ebene abgeholt hat und über sensationelle Gitarrenriffs verfügt. Die gesamte Band zeigt hierin vollen Einsatz, sodass sich diese Interpretation hervorragend in diese Scheibe zu integrieren weiß. „Niemandsland“ ist die dritte hier enthaltene Nummer, die auf allen Ebenen einen sehr wohlwollenden Klang aufzuweisen hat, sodass wir euch auch hier mit reinem Gewissen empfehlen können hier hineinzuhören. Der gleichnamige Song „Weltenraum“ ist eine gute Kombination aus leidenschaftlichen Klängen und ausdrucksvollem Gesang und schafft es auch großartige Textpassagen zum Vorschein zu bringen. Auch hieran fanden wir recht schnell gefallen, sodass dieser einer Empfehlung auf jeden Fall würdig ist. Folglich bekommt man mit „Adler“ einen eher sanfteren Titel zu hören, in welchem jedoch ein kraftvoller Refrain zum Vorschein kommt, der definitiv Eindruck hinterlässt und das ganz im positiven Sinne. Auch hier könnten wir uns durchaus vorstellen, dass man hiervon eine eigenständige Single in den Umlauf bringt, die mitunter auch fürs Radio ausgelegt wäre. Die Darbietung von „Alles Anders“ gestaltet sich instrumental als auch gesanglich vollkommen anders im Vergleich zum vorherigen Werk. Hier bekommt man flotte Rhythmik, in welcher die Power in den Klängen deutlich herauszuhören ist und zweifelsohne richtig einschlägt und direkt ins Ohr geht. Somit zählen wir diese bereits jetzt schon zu unseren persönlichen Favoriten dieses Albums. Weiter geht es mit dem Song „Mein Herz“ der über ruhigere Strophen und einen umso ausdrucksvolleren Refrain verfügt und sich hier sehr gut zu integrieren weiß, sodass man sich diesen unserer Ansicht nach keinesfalls entgehen lassen sollte, da einem hier in der Tat etwas entgehen würde. Wild gestaltete Riffs und ausdrucksvolle Zeilen bringt die Band in „Licht“ hervor, woran man recht schnell gefallen findet und woran es unsererseits absolut nichts Negatives auszusetzen gibt. Sehr eingängig, sehr rockig und der Wiedererkennungswert auf jeden Fall vorhanden ist in der Nummer „Will Dir An Die Wäsche“, die sich in jedem Fall als Single- und Livedarbietung eignet, um entsprechend für Stimmung zu sorgen, was die Band Maschin bereits im Vorfeld zum Album bereits sehr gut erkannt hat. Ebenso enthalten ist hier jeweils eine Radio-Version von „Adler“ und „Mein Herz“ wodurch die beiden Nummern auch für den kommerziellen Einsatz fit gemacht wurden. Auch diese beiden stehen den beiden Album-Versionen um nichts nach und sind sowohl in klanglicher sowie auch in gesanglicher Hinsicht auf jeden Fall zu empfehlen. Man möchte meinen, dass die Band im fünfjährigen Bestehen noch ziemlich am Anfang steht, jedoch macht sich mit diesem Tonträger bemerkbar, dass in diesen Jahren bereits etwas außergewöhnlich Gutes aufgebaut wurde. Recht gibt ihnen der Besucher-Zufluss sowie auch die Abstimmung für die 88.6 Rockstage, welche aussagen, dass man definitiv mehr von der Band hören möchte und dies folglich auch in den nächsten Jahren auch hoffentlich wird. Die Texte wurden teils in Hochdeutsch und teils im Dialekt geschrieben, was den unverkennbaren Charakter der Band ausmacht und wodurch diese zweifelsohne aus der breiten Masse hervorsticht. Unsererseits gibt es für das Debüt-Album von Maschin sehr gerne neun unserer möglichen zehn Bewertungspunkte, sodass wir euch dieses auf jeden Fall empfehlen.



Nächste Live-Termine:
04.11.2023 - Mäx - Wiener Neustadt
18.11.2023 -  Heavy Night Feistritz/Kirchberg
 
Gewinnspiel: Wir verlosen 4x1 handsigniertes Album „Weltenraum“ wenn ihr uns folgende Gewinnfrage richtig beantwortet: „Aus welcher niederösterreichischen Gemeinde kommt die Band Maschin?“. Wenn ihr die richtige Lösung wisst und eines der signierten Exemplare bald schon euer Eigen nennen wollt, dann schickt uns eure Antworten gemeinsam mit eurem Namen und eurer Anschrift an redaktion.theworldssociety@gmx.at und mit ein wenig Glück gehört eines der Exemplare schon bald euch. Teilnahmeschluss ist am 20. Oktober 2022. Eine Barablöse oder Ersatz des Gewinns ist ausgeschlossen. Eure Daten werden vertraulich behandelt, dienen lediglich der Gewinnermittlung und werden keinesfalls an Dritte ausgehändigt.

Montag, 18. September 2023

New Model Army - Sinfonia

Die britische Band New Model Army rund um Sänger Justin Sullivan existiert bereits seit Anfang der 1980er Jahre und lässt sich musikalisch nicht unbedingt in ein bestimmtes Genre drängen, da hier viele verschiedene Richtungen miteinfließen, wobei der Ursprung der Band im Punkbereich liegt. In ihrer über vierzigjährigen Laufbahn kann die Band mittlerweile auf fünfzehn Studioalben sowie diverse Live-Veröffentlichungen zurückblicken, sodass es nun an der Zeit für etwas ganz besonderes ist, das es in deren Karriere bislang noch nicht gab. Zusammen mit dem Leipziger Sinfonia Orchester präsentierte die Band einen Konzertabend, der seinesgleichen sucht und die wilden Klänge mit einem Mantel an Klassik umhüllt. Dieser besondere Abend wurde glücklicherweise auch filmisch sowie auch klanglich festgehalten, sodass am 15. September 2023 das Album „Sinfonia“ in Form einer Doppel-CD+DVD, als limitierte Vinyl-Fassung sowie auch als digitale Variante erschienen ist, wovon auch uns dieser Tage ein Exemplar erreichte und wir dadurch die Möglichkeit erhalten haben vorab für euch in dieses Album hineinzuhören. Die wichtigsten Details hierzu haben wie euch selbstverständlich sehr gerne zusammengefasst, sodass auch ihr euch einen ersten Überblick hierzu verschaffen könnt. Alles in allem beinhaltet die Setlist des Konzertabends im Berliner Tempodrom Nummern aus deren gesamten musikalischen Laufbahn, die hier melodisch ein wenig aufbereitet und mitunter auch ein wenig besänftigt wurden um sie orchestertauglich zu machen. Hiermit versuchten sie ein weiteres Mal alle Limits der Kreativität auszureizen und zu erweitern. New Model Army und das Sinfonia Leipzig Orchester verschmelzen gleichermaßen und verleihen den Songs sowohl Kraft als auch Sensibilität. Alle Songs wurden von der langjährigen Weggefährtin und Gast-Violinistin Shir-Ran Yinon für Orchester arrangiert. Eröffnet wird die Scheibe durch ein sehr gut komponiertes „Overture“, wodurch man eine sehr gut umgesetzte instrumentale Eröffnung hat. Hierauf folgt direkt im Anschluss das Stück „Devil’s Bargain“, wobei sich einem eine großartige Darbietung entbietet, welche in dieser Form definitiv zu gefallen weiß. Weiter geht es mit „Devil“ – einem Song der auch in Orchester-Begleitung melodisch sehr gelungen scheint und auch auf gesanglicher Ebene sehr zu gefallen weiß. „Innocence“ wusste schon in seiner Studiofassung zu begeistern und ist auch in neuem Gewand unwiderstehlich, sodass wir euch diese eindrucksvolle und eingängig gestaltete Darbietung nur sehr empfehlen können. Mit „Winter“ findet man auf diesem Album auch eine sanfte durchzogene Nummer vor, in welcher die Emotionen sehr gut zur Geltung kommen und auch die Klänge des Orchesters sehr gut hierauf abgestimmt wurden, sodass diese wahrlich zu begeistern weiß. Einerseits lautstarke Drums, andererseits bescheidene Orchester-Töne – so in etwa lässt sich der Titel „March In September“ auf diesem Album bestens umschreiben. Auch hier möchten wir euch nahelegen euch diesen keineswegs entgehen zu lassen, da einem hierbei klanglich so allerhand geboten wird. „1984“ ist der siebte hierauf vertretene Song, der sich klanglich, gesanglich als auch inhaltlich seinerzeit sowie auch heute sehr gut macht. Die angepassten Arrangements ergänzen diesen sehr gut, sodass man auch hier bedenkenlos hineinhören kann. Eine flottere Darbietung, die sowohl melodisch als auch inhaltlich einen sehr positiven Eindruck hinterlässt, findet man hier außerdem mit „Orange Tree Roads“ vor, in welcher insbesondere die Orchester-Begleitung sehr gut zur Geltung kommt. Wundervoll in seiner ruhigen Art der Interpretation ist auch der Titel „Marry The Sea“, welcher aufgrund seiner sanften Spielweise und seines ausdrucksvollen Inhalts zu begeistern weiß. Gesanglich sowie auch instrumental bestens aufeinander abgestimmt ist auch das Werk „Ocean Rising“ welches zudem auch über einen sehr eingängigen Refrain verfügt und auch die musikalische Untermalung des Orchesters hier bestens dazu passt. Damit ging der erste Tonträger seinem Ende zu und macht Lust auf mehr. Was für ein Glück für den Hörer, dass dies gerade einmal nur die Halbzeit war, denn der Konzertmitschnitt wird auf der nächsten Scheibe mit „Ballad“ kurzerhand fortgesetzt. Wie der Name es bereits verrät, handelt es sich hierbei um ein ruhigeres Stück, in welchem in erster Linie der Gesang im Vordergrund steht und worin aufgrund seines tiefgründigen Inhalts auch sehr viel Gefühl übermittelt wird. Sehr eingängig präsentiert sich „Passing Through“ der mit sehr wohlwollendem Klang an den Instrumenten als auch gesanglich von sich zu überzeugen weiß. Über einen einzigartigen Klang verfügt auch „Guessing“ welches wir definitiv als sehr hörenswert einstufen würden und hier gewiss noch des Öfteren in diese vom Orchester untermalte Variante hineinhören werden. Zu unseren Favoriten zählen wir unter anderem auch den Titel „Too Close To The Sun“ dem wir melodisch als auch auf gesanglicher Ebene so allerhand abgewinnen konnten. Selbiges lässt sich allerdings auch von „Lullaby“ behaupten, denn auch dieser Sing weiß zu gefallen und fügt sich grundsätzlich sehr gut in dieses Album ein. Eine Nummer mit bleibendem Eindruck ist hierauf mit „Did You Make It Safe?“ enthalten, der wir insgesamt viel abgewinnen konnten und ebenso zu unseren persönlichen Highlights zählt. Melodisch als auch gesanglich gibt sich auch „Shot 18“ kein bisschen minder in seiner Interpretation und schafft es damit auf Anhieb zu überzeugen. Ganz besonders die Darbietung im Orchester-Stil weiß hierbei zu gefallen. Eine schwungvolle Nummer ist hier mit „Purity“ vertreten, die anhand ihres Refrains einen besonders positiven Eindruck hinterlässt und unserer Ansicht nach auch äußerst hörenswert in seiner Gestaltung ist. Ein mächtiges Werk findet man hier mit „Vagabonds“ vor, welches klanglich auf allen Ebenen überzeugt und gewiss auch bei den Fans auf Begeisterung stößt. Zum Ende hin wird es mit „Green And Grey“ klanglich bereits um einiges ruhiger. Inhaltlich sowie auch in instrumentaler Umsetzung hat uns dieses sehr überzeugt, sodass wir der Meinung sind, dass auch ihr unbedingt hineingehört haben solltet. Abschließend heizt „Wonderful Way To Go“ noch einmal richtig ein, sodass man am Ende gar nicht genug vom orchestralen Album „Sinfonia“ bekommen kann und sich dieses am liebsten direkt noch einmal von vorn anhören möchte. Die kann man allerdings auch visuell machen, denn der Doppel-CD liegt auch eine DVD mit dem gesamten Konzertmitschnitt bei, bei welchem man New Model Army, das Leipizg Sinfonia Orchester sowie ein eindrucksvolles Bühnenbild auch beobachten kann. Alles in allem erhält man hier eine preiswerte, wirklich sehr gelungene Veröffentlichung, der wir viel abgewinnen konnten und euch diese daher auf jeden Fall auch empfehlen möchten. In unserer Gesamtwertung gibt es hierfür letztendlich achteinhalb unserer möglichen zehn Bewertungspunkte, sodass wir natürlich sehr hoffen, dass sie „Sinfonia“ vielleicht im kommenden Jahr erneut auf die europäischen Bühnen bringen und hiermit vielleicht auch in Wien einen Zwischenstopp einlegen.