Montag, 24. Januar 2022

Der Palast

Der Palast ist eine sechsteilige Fernsehproduktion aus Deutschland, welche in erster Linie für das ZDF produziert und dort auch mit Ende des vergangenen Jahres erstmalig digital in der ZDF-Mediathek abrufbar war. Anfang 2022 folgten zudem auch Ausstrahlungstermine im deutschsprachigen Free-TV, sodass diese sowohl über das ZDF als auch im ORF zeitgleich gezeigt wurden. Was die Serie anbelangt, scheint es einen sehr straffen Zeitplan zu geben, denn nur wenige Tage darauf wurde diese am 13. Jänner 2022 durch Constantin Film auch schon wieder in Form einer Doppel-DVD in den Handel gebracht, welche eine Gesamtlaufzeit von deutlich mehr als vier Stunden zu bieten hat. Zugegeben haben wir es bislang verabsäumt uns diese sechsteilige Mini-Serie in den vergangenen Wochen Online oder im Fernsehen anzusehen, sodass wir dies nun mit dem Erhalt eines DVD-Exemplars nun nachgeholt haben um euch ein wenig über den Inhalt, sowie aber auch die technischen Einzelheiten hiervon zusammengefasst haben. Ostdeutschland steht hier im Jahr 1988 im zentralen Fokus der Rahmenhandlung dieses Films, in welchem der Friedrichstadt-Palast bereits sein über einhundertjähriges Bestehen feiert und dort Raum und Platz für zahlreiche Theaterstücke und sonstige Aufführungen zu bieten hatte. Erst vier Jahre zuvor wurde dieser mit einem Neubau erweitert, wodurch er seinerzeit zum Aushängeschild der DDR wurde. Durch die Aufführungen der sogenannten „Girl Line“ erlangte der Palast hohe Aufmerksamkeit seitens der Presse aber auch den Landsleuten. Dieser Gruppe gehört auch Christine (Svenja Jung) an, welche regelmäßig in den Aufführungen mitwirkt. Zum vierzigjährigen Bestehen der DDR wirkt sie mitunter auch in einer Jubiläumsshow mit, in welcher sie endlich ihren langersehnten Solo-Tanz-Part erlangt. Nach einem Auftritt begegnet sie, wie der Zufall es so will ausgerechnet auf ihre Doppelgängerin Marlene (ebenso Svenja Jung) aus Westdeutschland. Nach einigen Recherchen darüber erfährt sie so, dass sie tatsächlich eine Zwillingsschwester hat. Rund zwanzig Jahre zuvor war Marlene mit ihrem Vater nach Bayern aufgebrochen, welcher es jedoch nach dem Mauerbau nicht mehr zurück in den Westen geschafft hat und so mit einer seiner beiden Töchter über viele Jahre hinweg im Osten verweilen musste. Um auftretende Fragen zu vermeiden, entschloss er sich dazu die Existenz von Marlene für sich zu behalten. Dadurch dass sich die beiden nun kennengelernt haben, ändert dies viel in ihrem Leben, sodass die beiden sich dazu entschließen kurzerhand die Rollen zu tauschen, damit Christine ihren totgeglaubten Vater endlich kennenlernen kann. Kurzerhand fährt sie so also nach Bayern, während Marlene für ihre Wiedergefundene Schwester im Friedrichstadt-Palast für die geplante Jubiläums-Veranstaltung vortanzen muss. Was sich einem hierbei bietet ist eine sehr authentisch dargestellte Serie, die mit der damaligen Zeit gut zusammenpasst und sich möglicherweise auch in so manchem Haushalt genauso zugetragen haben könnte. Die Darsteller leisten hier überzeugende Arbeit und verkörpern ihre Rollen absolut glaubwürdig. Ebenso passen die Kulissen dieses Films sehr gut in die damalige Zeit, sodass man meinen möchte, dass sich die Regisseurin Uli Edel sowie alle an der Produktion beteiligten Personen hier tatsächlich ihre Gedanken gemacht haben, um die Geschichte möglichst nachvollziehbar und realitätsbasierend darzustellen. Optisch erhält man hier ein sehr schön umgesetztes Bild, welches sehr natürliche, jedoch zugleich auch sehr kräftige Farben zu bieten hat auf die auch der Kontrast gut abgestimmt wurde. Die Schärfe hiervon macht sich gut bemerkbar, sodass man für eine TV-Produktion hier auf jeden Fall zufrieden sein kann. Die Qualität, die den Ton anbelangt bietet sich einem hier in deutscher Sprachführung in den Formaten Dolby Digital 5.1 sowie aber wahlweise auch in Dolby Digital 2.0 an, wobei sowohl die Dialoge an sich als auch die übrige Geräuschkulisse gut zur Geltung kommen. Optional hat man aber auch hier die Möglichkeit Untertitel in Deutsch oder auch Englisch im Bedarfsfall zuzuschalten. Zusätzliche Extras sind auf dem Datenträger nicht vorhanden, jedoch liegt der DVD ein vierseitiges Booklet bei. Alles an sich erhält man hiermit eine sehr sehenswerte Produktion, welche wir euch sehr gerne auch weiterempfehlen und hierfür in unserer Gesamtwertung für Der Palast sehr gerne acht unserer möglichen zehn Wertungspunkte vergeben.

Gewinnspiel: Wie verlosen 1x1 DVD zu „Der Palast“ wenn ihr uns folgende Gewinnfrage richtig beantworten könnt: „Welches Gebäude steht hier im Mittelpunkt dieser Serie?“. Wenn ihr die richtige Lösung wisst, so schickt uns diese zusammen mit eurem Namen und eurer Anschrift an redaktion.theworldssociety@gmx.at und mit ein wenig Glück gehört diese DVD schon bald euch. Teilnahmeschluss ist am 31. Jänner 2022. Eine Barablöse ist ausgeschlossen. Eure Daten werden vertraulich behandelt, dienen lediglich der Gewinnermittlung und werden keineswegs an Dritte ausgehändigt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen