Feuchtgebiete ist
ein deutscher Kinofilm der auf den gleichnamigen Roman der Autorin Chalotte Roche basiert und im
vergangenen Jahr in den Medien für Aufregung sorgte. Am 31.01.2014 wurde dieser durch 20th Century Fox Home Entertainment
und Falter Edition Filmladen (Vertrieb über Hoanzl) auf DVD und BluRay veröffentlicht. Helen Memel (Carla Juri) ist gerade
einmal 18 Jahre jung und wie man im Film erfährt sehr Experimentierfreudig. Zur
Selbstbefriedigung verwendet sie mit Vorliebe gerne Gemüse und denkt, dass
Körperhygiene in der heutigen Zeit deutlich überbewertet wird. Helen provoziert
gerne andere Menschen indem sie ihren Gedanken freien Lauf lässt und laut sagt
was sie gerade denkt. Die einzige bei der sich Helen dennoch geborgen fühlt ist
ihre beste Freundin Corinna (Marlen
Kruse) mit der sie gerne experimentiert und gerne gemeinsam mit ihr
gesellschaftliche Tabus bricht. Helen landet nach einer Missglückten Intimrasur
im Krankenhaus. Dort wartet sie auf ihre Operation, die sie vor ihrer
Analfissur und ihren Hämorrhoiden befreien soll. Der dort praktizierende
Facharzt sieht sie dort als Sonderfall an, den man nicht jeden Tag zu Gesicht
bekommt. Während Ihres Aufenthalts erzählt sie von ihren
ersten Erfahrungen mit Sex und spricht Tabuthemen wie Selbstbefriedigung,
Menstruation und Sperma an. Die Eltern (Meret Becker und Axel Milberg) von Helen sind bereits seit
mehreren Jahren geschieden und sie wünscht sich nichts sehnlicheres als wieder
eine vereinte Familie vor sich zu haben und diese möglicherweise vor ihrem
Krankenbett wieder zu vereinen. Das ist auch der Grund weshalb sie ihren
Aufenthalt im Krankenhaus versucht in die Länge zu ziehen. Dabei ist Helen auch
sehr angetan von ihrem Krankenpfleger Robin
(Christoph Letkowski) und als er mit einem anderen Mädchen spazieren geht,
spürt sie zum ersten Mal den Stich der Eifersucht. Für diesen Film braucht man
wahrlich einen guten Magen der in etwa mit einem ekelhaften Horrorfilm
gleichzusetzen ist obwohl dieser eher in das Genre Erotik-Komödie fällt. Die
Altersfreigabe ab 16 Jahren ist durchaus berechtigt wenn nicht sogar noch zu
milde ausgedrückt. Wer vor Sperma, Hämorrhoiden und ähnlichen Themen nicht
zurückschreckt, für den könnte der Film durchaus unterhaltsam sein. Für alle
anderen und vor allem für Paare ist dieser wohl eher ungeeignet.
Donnerstag, 6. März 2014
Mittwoch, 5. März 2014
Der Gen-Food Wahnsinn
Tiberius-Film veröffentlicht
am 06. März 2014 einen
Dokumentarfilm auf DVD und BluRay mit einem Thema das sicherlich viele
Interessiert und mittlerweile auch beschäftigt. Hier dreht sich alles um
Gen-Manipulierte Lebensmittel und deckt auf welche Gefahren sich hinter dieser
neuen Art Lebensmittle schnellstmöglich herbeizuführen verbirgt. Dieser
Dokumentarfilm ist sehr interessant aufgebaut und gibt Antwort auf viele
unserer Fragen sowie Einblicke darauf wie zum Beispiel Gen-Mais hergestellt
wird und welche Inhaltsstoffe sich dahinter verbergen. Ob es wirklich
Gefährlich ist, wurde bis heute von der Lebensmittelindustrie sowie den
Wissenschaftlern die sich damit bereichern verschwiegen, doch viele zweifeln
daran dass dies tatsächlich keinerlei Einwirkung auf unsere Gesundheit hätte
und liegen dabei vielleicht nicht einmal ganz so falsch. Haben diese sogar
Einfluss auf viele Erkrankungen, der Unfruchtbarkeit sowie der vermehrten Allergien
in der heutigen Zeit? Für viele Menschen sind genveränderter Mais, Soja, Raps
und Zucker normale Bestandteile ihrer Ernährung. Eine klare
Kennzeichnungspflicht gibt es bisher nicht. Daher sind die Erkenntnisse der
Doku nur bedingt auf Europa übertragbar. Doch einige Probleme der Gentechnik
betreffen uns genauso, etwa der Mangel an Sicherheitsprüfungen und belastbaren
Studien zu genveränderten Nahrungsmitteln. Dieser Film gibt Einblick in die Lebensmittelindustrie
und die Hintergründe dieser Herstellung und erklärt unter anderem auch wie wir
die Gen-Mitteltechnik in ihre Schranken weisen können und darauf aufmerksam
machen können dass nicht alles gut ist was vielleicht dennoch optisch gut
aussieht. Wir haben diese Doku mit vollster Begeisterung eineinhalb Stunden
mitverfolgt und sind von den Lehrreichen und Aufschlussreichen darauf enthaltenen Filmmaterialien beeindruckt
und gleichzeitig geschockt darüber wie Mensch und Tier als Versuchsobjekten der
Lebensmittelindustrie werden. Allen interessierten und Doku-Freunden sei diese
DVD beziehungsweise BluRay nahe gelegt da diese zu Recht zur Doku des Jahres 2012 gewählt wurde.
Dienstag, 4. März 2014
Der Butler
Der Butler ist ein Film der auf einer wahren Geschichte von
dem Butler Eugene Allen
nachempfunden wurde. In diesem wird die Geschichte von dem afroamerikanischen Cecil Gaines (Forest Whitaker) erzählt
der früher Plantagearbeiter und in der Zeit von 1957 bis 1986 Butler für sieben
verschiedene Präsidenten der Vereinigten Staaten gewesen ist. Verlegt wurde
dieser durch die EuroVideo Medien GmbH (in Österreich durch Hoanzl) und ist am 27. Februar 2014 auf DVD
und BluRay im Handel erschienen. In diesem wird folgende Geschichte erzählt: In
den 1920er Jahren herrschte im südstaatlichen Georgia auf einer Baumwoll-Farm
ähnliche Zustände wie im Zeitalter der Sklaverei. Der junge Cecil Gaines musste mitansehen wie
seine Mutter von dem Besitzer der Plantage Thomas
Westfall (Alex Prettyfer) vergewaltigt wurde und sein Vater im Anschluss
darauf von diesem erschossen wurde. Die Mutter des Plantagenbesitzers Annabeth Westfall (Vanessa Redgrave) nimmt den geschockten Jungen
von der Plantage und gibt ihm in ihrem Haus eine Ausbilung als Diener. Diese
Kenntnisse stellen eine Grundlage für seine spätere berufliche Karriere dar.
Mit der Angst davor, dass Mr. Westfall auch ihn irgendwann einmal Umbringen
könnte verlässt der junge Cecil die Farm und macht sich auf die Suche nach
einer Arbeit. Anfangs jedoch wird dieser immer wieder abgewiesen. So kommt es
dass er aufgrund seines Hungers die Scheibe einer Bäckerei einschlägt und dort
den Kuchen aus der Auslage isst. Dort stellt ihn ein Schwarzer zur Rede welchen
er überzeugen kann dass er in seinem Haus dienen kann. Dabei lernt er wie man
Getränke mischt und auch das Essen richtig serviert. Ebenso bekommt er gesagt,
dass er sozusagen unsichtbar sein sollte jedoch den Leuten die Wünsche bereits
von den Augen ablesen müsse. Durch diese Weiterbildung gelingt es ihm in einem
Hotel in Washington neue Arbeit zu finden und so dabei soviel Geld verdient,
dass er sich schließlich auch ein Haus und ein Auto leisten kann. Er lernt das
Zimmermädchen Gloria (Oprah Winfrey) kennen die er zu seiner Frau machte und
gemeinsam mit Ihr die beiden Söhne Louis (David Oyelowo) und Charly (Isaac
White) hat. Bei einem Hotelbesuch wird Haldeman, der Personalchef des Weißen
Hauses, in Washington auf Cecil aufmerksam und verschafft diesen schließlich
einen Job im Regierungsgebäude. So bekommt Cecil als persönlicher Diener im
Weißen Haus sowie im Haushalt der Präsidenten einiges aus der amerikanischen
Gesellschaft sowie den Lauf der Weltgeschichte aus einer ganz anderen
perspektive zu sehen als ein ganz normaler Bürger. Zeitweise übt er sogar ein
wenig Einfluss auf die Präsidenten aus. Doch es läuft in Cecils leben nicht
alles so wunderbar wie in seiner beruflichen Laufbahn. Das Privatleben des
Dieners gerät ordentlich aus der Bahn. Seine Frau Gloria wird alkoholkrank und vergnügt
sich mit einem anderen Mann aus der
Nachbarschaft, da Cecil im Weißen Haus sehr viele Überstunden macht. Sein
älterer Sohn Louis kann sich mit dem Beruf seines Vaters nicht abfinden da er
seine Position mit der Unterdrückung des Schwarzen Volkes in Amerika sieht. Als
die Familie bei einem gemeinsamen Abendessen beisammen sitzen droht diese
komplett in die Brüche zu gehen als Louis sich als der Black-Panther Bewegung,
einer Gruppe die für die Rechte der Schwarzen kämpft, anschließt. Dieser wird
bei Demonstrationen immer wieder verhaftet. Der jüngere Sohn von Cecil, Charly
meldet sich freiwillig bei der Armee und kommt schließlich beim Vietnamkrieg
ums leben. Louis hingegen beendet später
sein Studium und wird Kandidat für den Kongress, wodurch er sich schließlich
auch wieder mit seinem Vater versöhnt. Sie demonstrieren gemeinsam für mehr
Rechte und Anerkennung der schwarzen Bürger in Südafrika, wodurch sie dieses
mal gemeinsam verhaftet werden. Cecil hat inzwischen den Dienst im Weißen Haus
quittiert. Am Tag der Präsidentschaftswahl, aus der Barack Obama
siegreich hervorging, stirbt Gloria. Später will Präsident Obama den ehemaligen
Butler im weißen Haus empfangen. Als der Protokollchef ihm den Weg zeigen
möchte, sagt dieser nur noch zu Ihm „Ich kenne den Weg“ womit der Film
schließlich sein Ende findet. Dieser Film ist zweifelsohne sehr zu empfehlen
und ist fesselnd und berührend zugleich. Die Besetzung des Filmes könnte nicht
besser sein, für welchen zahlreiche Prominenz gefunden werde konnte. Wenn
dieser Film nicht einen Oscar verdient hätte, welcher film sonst. Wir würden
sagen, dass man diesen auf jeden Fall gesehen haben sollte.
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