Montag, 14. Oktober 2019

Devet - Devet

Der Name Devet stammt aus dem Bulgarischen und bedeutet ins Deutsche Übersetzt so viel wie die Zahl Neun. Es ist aber auch der Bandname zweier Musiker, die hier zusammentreffen um gemeinsam auf instrumentaler Ebene zu musizieren. Dieses Duo besteht aus dem Saxofonisten und Klarinettisten Lubomir Gospodinov, einem gebürtigen Bulgaren und dem Pianisten Nikola Stanosevic, einem gebürtigen Serbien die in Wien aufeinandergetroffen sind und sich nach jahrelanger Bekanntschaft dazu entschlossen haben in musikalischem Sinne gemeinsame Sache zu machen. Lubomir Gospodinov ist musikalisch sehr vielfältig unterwegs und so auch als Saxophonist ein wichtiges Drittel der Band KINTI.  Das Debüt-Album der beiden trägt ebenso den Namen „Devet“ und wird am 18. Oktober 2019 erscheinen. Seit kurzem liegt auch uns bereits ein fertiger Tonträger hiervon vor, sodass wir bereits die Gelegenheit genutzt und hier vorab für euch hineingehört haben um euch zu schildern, was euch hierbei zu erwarten hat. Eröffnet wird dieses Album durch den Titel „Morning Deal“, womit dieses durch sanfte Klänge am Piano eingespielt wird. Melodisch baut sich dieses Werk nach und nach auf sodass zum anfänglichen Piano auch weitere Instrumente hinzustoßen.  Der Name ist auf jeden Fall sehr passend, denn mit solchen Tönen am morgen würde wohl jeder gerne geweckt werden. „Oriental Journey“ ist das darauffolgende Stück, welches uns jedoch ein wenig eintönig erscheint und inhaltlich etwas wenig Abwechslung mit sich bringt. In der Umsetzung ist es ganz in Ordnung, jedoch hält sich dieses eher im Hintergrund fest. Die Nummer „Ne Si Go Prodavaj” ist in melodischer Hinsicht sehr gut gelungen und bietet mitreißende Klänge die durchwegs beeindrucken. Vor allem der Gastgesang durch Jelena Krstic wird hier in den Mittelpunkt gerückt, denn diese nutzt ihre Stimmbänder voll und ganz als Instrument. Schöne stille Töne hat der Song „Intro 11/8“ zu bieten welcher zwar kurz nach zwei Minuten bereits endet, aber mit „11/8“ bereits seine Fortsetzung findet. Auch in dieser wird man klanglich auf Anhieb sehr überzeugt, sodass man hier auf jeden Fall zweifelsohne hineinhören sollte. Es folgt die Nummer „Gogolo“ in der man einen sehr vielschichtigen Klang zu hören bekommt und einen durchwegs spannenden Inhalt mit sich bringt. Auch hiervon haben wir einen durchwegs positiven Eindruck erhalten. Der Titel „Andalusia“ ist instrumental sehr gut gelungen und verfügt über einen Inhalt der unserer Ansicht nach durchwegs positiv zu werten ist. Als vorletztes Stück bekommt man hier „Quele Quele“ zu hörten, welches sehr angenehm im Ohr liegt und mit sanftem Begleitgesang auf jeden Fall sehr beeindruckend klingt. Auch dieses passt hervorragend zum Gesamtstil dieses Albums. Zu guter Letzt wäre da auch noch die Nummer „Raz Dva I Tri“ welche eher wildere Töne mit sich bringt und unter anderem auch ein wenig verspielt klingt. Insgesamt gefällt uns diese sehr gut und zählt auf jeden Fall zu unseren persönlichen Favoriten dieser Platte. All jene die mit rein instrumentaler Musik etwas anfangen können und einfach nur die Klänge der Instrumente auf sich wirken lassen, denen ist dieses Album auf jeden Fall weiterzuempfehlen. Die Richtung schwankt irgendwo zwischen orientalischem Kulturgut und dem Bereich Jazz. Natürlich sind die beiden Künstler auch im Herzen noch mit ihrer Heimat verbunden und lassen daher einiges traditionelle Klänge mitwirken. Was man hier letztendlich geboten bekommt ist ein sehr farbenfrohes, musikalisch verspieltes und äußerst gut umgesetztes Album, welches insgesamt eine sehr positive Wirkung auf uns erzielt hat. Obwohl wir zu jenen Menschen gehören die Stücke mit Gesang und Text vorziehen wurden wir von dieser rein instrumentalen Scheibe durchwegs positiv überrascht, sodass wir diese auf jeden Fall empfehlen können und gewiss vereinzelte Stücke daraus das eine oder andere Mal noch hören werden. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, der kann hier natürlich beherzt zugreifen und sich ein Exemplar dieses Tonträgers sichern oder gleich eines der anstehenden Konzerte besuchen, bei welcher dieser ebenso erhältlich sein wird. Von uns bekommt das Album „Devet“ von Devet insgesamt sieben unserer möglichen zehn Bewertungspunkte sodass wir dieses unter anderem einer bestimmten Zielgruppe, welche sich mit instrumentaler Musik auseinandersetzt sehr gerne auch empfehlen können.


Devet Konzerttermine:
24.10.19 – Wien  CD-Release Konzert - Kaisersaal- Klaviergalerie (Kaiserstrasse 10, 1070)
22.11.19 – Wien, Kunstraum in der Ringstraßengalerie (Kärntnerring 9-13/144)
17.12.19 – Wels, Musikwerkstatt
10.02.20 – Wien, Porgy & Bess - Strenge Kammer
28.02.20 – Wien, Bank Austria Salon im Alten Rathaus

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