Montag, 15. April 2019

Mortal Engines – Krieg Der Städte

Krieg Der Städte nennt sich der erste Teil der vierköpfigen Buchreihe Mortal Engines des Buch-Autors Philip Reeve, der es gegen Ende des vergangenen Jahres sogar in die deutschsprachigen Kinos geschafft hatte. Bei diesem atemberaubenden Sci-Fi-Action-Abenteuer führte Christian Rivers Regie. Es handelt sich hierbei um eine Produktion die zum einen Teil in den USA und zum anderen in Neuseeland gedreht und geschnitten wurde. Gut vier Monate nach der weltweiten Uraufführung wird dieser Film durch die Universal Pictures Home Entertainment GmbH am 18. April 2019 in Form einer DVD, einer BluRay sowie auch als VOD erscheinen, sodass man sich diesen Streifen in kürze  bequem von zu Hause aus beliebig oft ansehen kann. Auch uns hat kürzlich ein Exemplar des DVD-Formats erreicht, in welches wir sehr gerne vorab für euch hineingesehen haben. Was dieser inhaltlich als auch auf technischer Schiene so zu bieten hat, haben wir euch selbstverständlich in gewohnter Art und Weise hier für euch zusammengefasst. Bereits zu beginn ist zu erkennen, dass einem hierbei eine bildgewaltige Kulisse geboten wird, die einem regelrecht ins Staunen versetzt. Vor einigen tausenden Jahren kam es auf der Erde zu einer gewaltigen Katastrophe, welche die ganze Erde regelrecht in Schutt und Asche legte. In der fernen Zukunft werden die Ressourcen so immer enger und die vereinzelten Städte ringen sich regelrecht darum, da jede seinen Einwohnern das Bestmögliche bieten möchte. Die modernen Städte dieser Welt sind jedoch nicht mehr am Boden verankert, sondern befinden sich auf überdimensionalen Rädern, mit welchen sich diese über den gesamten Globus bewegen können. Dies dient vor allem dazu einfacher Nahrung und andere Ressourcen weltweit suchen zu können. Tom (Robert Sheehan) ist ein einfacher Stadtbewohner, dessen Leben sich völlig verändert, als er der jungen Frau Hester (Hera Hilmar) begegnet, die aus dem Ödland stammt. Deren Stadt wurde von einem rollenden Koloss, welches früher auch als London bekannt war überfallen und regelrecht auch verschlungen. Seither versucht Hester keine Gelegenheit auszulassen um den Anführer Thaddeus (Hugo Weaving) aufzuhalten und zu töten. Immerhin hat dieser auch ihre Mutter auf dem Gewissen. Hesters letzter Versuch jedoch scheitert und so finden sie und Tom sich bald schon in einer Rebellengruppe wieder, die um jeden Preis verhindern möchte, dass Thaddeus eine unglaublich mächtige Waffe in die Hände bekommt, mit welchen er jeden der ihm in die Quere kommt problemlos auslöschen könnte. Alles in allem bietet sich einem hier ein sehr spannendes Abenteuer bei welchem auch die actionreichen Szenen nicht zu kurz kommen. Die Geschichte ist uns bereits aus dem gleichnamigen Buch bekannt und wir müssen zugeben, dass dieses filmisch sehr gut umgesetzt wurde. Alles in allem leisten die Darsteller hier einen großartigen Job. Optisch bekommt man hier selbst bei der DVD ein sehr schönes Bild geboten, bei dem der Kontrast sehr gut auf die Farben abgestimmt wurden. Die Schärfe ist hier ebenso ganz gut gegeben. Die Kulissen des Films geben sehr viel her und versetzen einen nicht selten sogar ins Staunen. Die Tonspur ist hier in den drei Sprachen Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1) und auch in Türkisch (Dolby Digital 5.1) enthalten und liefert in allen drei Sprachfassungen einen hervorragenden Klang bei dem sowohl die Dialoge als auch die Geräusch-Kulisse an sich sehr gut zur Geltung kommen. Der Film selbst bringt eine Laufzeit von über zwei Stunden mit sich und hat zudem auch eine zusätzliche DVD mit umfangreichen Extras mit sich. Hierzu zählen zahlreiche Features, ein Filmkommentar mit dem Regisseur, „Vom Manuskript auf die Leinwand“, „Mortal Sounds“, „Die Erschaffung von Shrike“ sowie auch eine Fotogalerie rund um diesen Film. Nicht nur der Film, sondern auch die Sonderausstattung kann sich auf jeden Fall sehen lassen und ist es durchwegs wert auch hier noch ein paar zusätzliche Minuten seiner Zeit zu investieren. Wir vergeben für diesen Film insgesamt acht unserer möglichen zehn Bewertungspunkte und empfehlen euch Mortal Engines – Krieg Der Städte sehr gerne auch weiter. Wir sind bereits sehr gespannt darauf was die übrigen Teile so zu bieten haben und hoffen natürlich, dass alle drei der übrigen Romane es ebenso auf die große Leinwand schaffen werden.

Samstag, 13. April 2019

Lucky Luke

Lucky Luke ist vermutlich der weltweit bekannteste Cowboy, den der Wilde Westen wohl zu bieten hat. Neben mehreren Zeichentrick-Serien und Verfilmungen, einer Realverfilmung und Serie mit Terence Hill wagte man sich vor zehn Jahren erneut an die Kultfigur heran. Diesmal mimte Oscar-Preisträger Jean Dujardin den Helden von Daisy Town. Die Produktion fand in Argentinien sowie auch in Frankreich statt und wurde unter der Regie von James Huth geleitet, für den es vermutlich die bekannteste Verfilmung in seiner dreizehnjährigen Laufbahn als Regisseur war. Dieser Film wurde zuletzt vor acht Jahren in Form einer DVD sowie auch als BluRay veröffentlicht und ist in den letzten Jahren kaum noch in den Fachmärkten erhältlich gewesen. Am 12. April 2019 wurde dieser durch die Studio Hamburg Enterprises GmbH in selbiger Form sowie auch als VOD in erneuter Auflage erschienen, sodass man fortan wieder die Möglichkeit hat, sich diese Realverfilmung des Western-Helden nach Hause zu holen. Auch uns hat kürzlich ein BluRay-Exemplar des Films erreicht, sodass wir uns diesen nicht entgehen haben lassen und vorab für euch in diesen hinein gesehen haben. Daisy Town ist wieder einmal das Zentrum der Rahmenhandlung der Geschichte des Cowboys. Der US-Präsident (André Oumansky) kümmert sich gerade um das Projekt der Ost-West Bahnstrecke, bei welchem das kleine Städtchen der Mittelpunkt dieser sein soll. Um dort für Ordnung zu sorgen, wird ein Sheriff ausgeschrieben und wer wäre für diesen Posten wohl besser geeignet als die Cowboy-Legende Lucky Luke (Jean Dujardin), der die neue Herausforderung liebend gerne annimmt. Daisy Town war einst ein sehr friedlicher Ort und wird nun immer wieder von Banditen wie etwa den Daltons oder Billy The Kid (Michaël Youn) heimgesucht. Lucky Luke setzt alles daran diesen das Handwerk zu legen, doch für ihn steckt weit mehr dahinter als nur die Verbrecherjagd. Vielmehr ist es eine Reise in seine persönliche, unheilvolle Vergangenheit. Bereits in seinen jungen Jahren musste er nämlich in Daisy Town die Ermordung seiner Eltern miterleben. An ihrem Grab machte er  den beiden ein Versprechen, worauf sie selbst noch über den Tod hinaus auf ihn stolz sein würden: Nie würde er selbst jemanden töten. Nun durch seine neue Aufgabe jedoch wird er dazu gezwungen weshalb er daraufhin in eine tiefe Sinnkrise stürzt, die viel mehr als seinen Auftrag gefährdet. An Lucky Luke hängt weitaus mehr als nur ein alter Schicksalsschlag – ganz Daisy Town ist auf den berühmten Cowboy angewiesen, der die Stadt vor ihrem Untergang bewahren kann. Die Geschichte an sich wirkt nicht neu, wurde hier jedoch sehr gut erzählt sodass hier kaum Längen aufkommen. Jean Dujardin macht sich in der Rolle von Lucky Luke sehr gut und kann hier auch sehr gut mit Terence Hill mithalten. Optisch bringt der Streifen ein sehr schönes, natürliches Bild mit sich dem es auch an Kontrast und Schärfe nicht mangelt. Die Tonspur ist hier wahlweise in Deutsch (DTS 5.1) oder Französisch  (DTS 5.1) enthalten und liefert in beiden Varianten einen guten Klang bei dem die Dialoge aus denen der Film Großteils ja auch besteht, sehr gut wiedergegeben werden. Zudem bieten sich hier auch Untertitel in deutscher  Sprache an. Insgesamt hat dieser eine Laufzeit von über eineinhalb Stunden und bringt auch dieses Mal wieder einige interessante Extras mit sich. Hierzu zählen ein Making-Of (der Special Effects), einige Outtakes, sowie die zum Film gehörigen Trailer und Teaser. Alles in allem erhält man hier einen sehr guten Film den man sich zwischendurch gerne auch einmal ansehen kann. In unserer Gesamtwertung gibt es für diese Neuauflage von Lucky Luke insgesamt acht unserer möglichen zehn Bewertungspunkte.

Freitag, 12. April 2019

Lords Øf Chaos

Bereits im Vorfeld war der Film Lords Øf Chaos ziemlich umstritten und sorgte für Aufregung, was vermutlich mit seinem Inhalt, einer Geschichte die auf wahren Begebenheiten beruht zusammen hängt. Bereits Mitte Februar wurde dieser Streifen kurzzeitig in ausgewählten Kinos ausgestrahlt, dies hielt jedoch nur wenige Tage an, denn eigentlich war dieser Film nur als reine Heimkino-Veröffentlichung gedacht, die am 05. April 2019 durch die Studio Hamburg Enterprises GmbH In Form einer DVD, einer BluRay sowie auch digital als VOD erschienen ist. Produziert wurde dieser Streifen zum Teil in Großbritannien und zum anderen Teil in Schweden. Hierbei führte der schwedische Regisseur Jonas Åkerlund die Aufgabe der Produktions-Leitung. Viele rockbegeisterte Leser kennen diesen vermutlich von der DVD-Produktion von Rammsteins „Paris“. Als Film und Musikbegeistertes Medium schlägt diese Produktion bereits zwei Fliegen mit einer Klatsche und so haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, vorab für euch auch in dieser Produktion hineinzusehen. Was dieser inhaltlich als auch auf technischer Ebene so zu bieten hat, das haben wir hier für euch in gewohnter Art und Weise natürlich zusammengefasst.  Øystein alias Euronymous (Rory Culkin) gründete im zarten Alter von nur sechzehn Jahren im Jahr 1984 in Oslo die Black-Metal Band Mayhem, die es sich zur Aufgabe machte, eine völlig neue Schiene der Rock-Sparte anzufahren. Black-Metal soll noch härter, böser und deutlich brutaler ausfallen als alles andere, was Rock-Fans bisher von anderen Künstlern und Bands bereits kennen. Damit wollten sie sich von den anderen ein wenig abheben. Beim Publikum scheint diese Art von Musik recht schnell gut anzukommen, da sie doch ein wenig Abwechslung mit sich bringt. Euronymous und die anderen Mitglieder seiner Band gelingt es also, sich innerhalb kürzester Zeit sich eine eigene Fangemeinde zu erspielen. Zusammen proben sie Tag und Nacht und wohnen sogar zusammen in einem doch etwas schäbigerem Landhaus. Dort finden jedoch nicht nur die regelmäßigen Proben, sondern auch zahlreiche Partys der jungen Musiker statt. Die Band selbst hat eine ganz spezielle Art um auf ihre Musik aufmerksam zu machen, denn rebellisch und fasziniert halten die Metal-Heads sowohl auf als auch neben der Bühne Rituale mit satanischem Hintergrund ab. So ist das Image der bösen Jungs bald aufgebaut und Mayhem feiern tatsächlich ihre ersten großen Erfolge. Sänger Dead (Jack Kilmer) scheint dem Druck jedoch nicht gewachsen zu sein und leidet zudem auch an Depressionen, wodurch sich dieser selbst das Leben nimmt. An Auflösung der Band ist jedoch nicht zu denken und so konnten die hinterbliebenen schnell einen Ersatz mit Varg (Emory Cohen) finden. Doch anstatt an die ersten Erfolge anzuknüpfen und dort weiterzumachen, wo man stehengeblieben ist, liefern sich Varg und Euronymous bald einen offenen Streit darüber, wer als Leader für die Band besser geeignet wäre. Der Streit eskaliert immer weiter. Und er wird kein gutes Ende nehmen, denn Dead wird nicht der einzige bleiben, der innerhalb der Band sein Leben lässt. Alles an sich bietet sich einem hier eine Bandgeschichte mit dramatisch echtem Hintergrund, der sich seinerzeit genauso zugetragen hat. Viele die mit der Black-Metal-Szene vertraut sind oder das entsprechende Alter dazu erreicht haben, können sich an den realen Vorfall in der Musik-Szene vielleicht erinnern. Die Darsteller die hier in die Rollen der Musiker schlüpfen, machen sich in ihren Rollen ganz gut. Auch Wilson Gonzalez Ochsenknecht ist hier mit dabei und zwar in einer Rolle die man ihm gar nicht zugetraut hätte. Optisch bietet die BluRay ein sehr schönes Bild mit kräftigen aber dennoch natürlichen Farben. Auch der Kontrast wurde hierauf gut abgestimmt und wirkt hier recht ausgeglichen. Die Tonspur ist hier in Deutsch (Dolby Digital 5.1) als auch in Englisch (Dolby Digital 5.1) verfügbar und liefert in beiden Sprachvariationen einen hervorragenden Klang, bei dem sowohl die Dialoge, als auch der Soundtrack und die Effekte sehr gut zur Geltung kommen. Dieser Film hat eine Laufzeit von beinahe zwei Stunden zu bieten. Zusätzliche Extras bleiben hier jedoch leider aus. All jene die bei einem Film also gerne auch einen Blick hinter die Kulissen werfen, gehen diesmal leider leer aus. An sich bekommt man hier eine gute Verfilmung einer tatsächlich so zugetragenen Geschichte zu sehen und daher vergeben wir für Lords Øf Chaos insgesamt sieben unserer möglichen zehn Bewertungspunkte.