Wer auf schwarzen Humor steht bekommt nun endlich wieder
einmal etwas zu lachen, denn am 01. Juni
2017 erschien durch die Schröder Media
HandelsgmbH eine deutsche Filmproduktion erstmalig in Form einer DVD,
BluRay sowie auch als VOD. Dieser Film wurde im Rahmen verschiedener
Filmfestspiele vorgeführt und dort ebenso auch ausgezeichnet. Das Besondere an
diesem Streifen ist, dass hierbei kein einziges Wort gesprochen wird. Eine Art
Stummfilm also, bei dem nicht alles ganz so Stumm ist, denn die Effekt-Geräusche
und die Filmmusik sind sehr wohl zu hören. Das im Film dargestellte Paar hat
sich jedoch einfach nichts mehr zu sagen, wie es seitens der Filmproduzenten
heißt. Produziert wurde dieser knapp über eine Stunde andauernde Film vor rund
zwei Jahren unter der Regie von Thomas
Bohn, der hier sein geschicktes Handwerk deutlich unter Beweis stellte. Wir
waren bereits sehr gespannt darauf, ob man sich heutzutage tatsächlich noch für
solch einen Stummfilm begeistern kann und haben daher voller Neugier für euch
vorab in die uns vorliegende DVD von Black
Wedding hineingesehen und werden euch nicht länger auf die Folter spannen,
was dieser Streifen in seiner Handlung und seiner Verarbeitung so zu bieten
hat. Das verheiratete Paar Frank (Diego
Wallraff) und Nadine Willert (Beate
Maes) gaben sich vor geraumer Zeit das Versprechen sich einander lieben und
einander zu achten in guten sowie auch in schlechten Zeiten bis hin das der Tod
sie scheidet. Dieses Versprechen, welches sie sich einst vor dem Altar gegeben
haben scheint jedoch lang nicht mehr von Bedeutung zu sein oder vermutlich ist
genau dieses der Auslöser dafür dass sie einander den Tod herbeisehnen. Die
beiden scheinen nicht mehr sonderlich viel Respekt füreinander zu haben. Stattdessen
hat sich bei den beiden eine Art Hassliebe entwickelt, bei welcher die
gemeinsame Kommunikation in verbaler Form längst nicht mehr möglich zu sein
scheint. So versuchen sich die beiden auf jede erdenkliche Art und Weise und
ganz ohne Worte gegenseitig kalt zu machen. Sie erhoffen sich dadurch ihre
Probleme mit einem Schlag aus der Welt zu schaffen, doch auch dieser Plan ist
nicht ganz reibungslos in seinem Ablauf. Auch Lisa (Mersiha Husagic) – die Tochter der beiden scheint in
Abgründen zu versinken und entwickelt schon sehr bald ihre ganz eigenen
finsteren Gelüste. Es wird kein Wort gesprochen - dafür aber umso heftiger
versucht, einander höchst perfide um die Ecke zu bringen. Tolle Schauspieler,
sehr gute Sound-Effekte und eine stimmungsvolle Musik machen vergessen, dass es
keine Dialoge gibt. Das Ende kommt unerwartet und ist jedoch sehr gut gelungen.
Hier sollte man sich auf jeden Fall die Zeit nehmen und bis nach den letzten
Zeilen des Abspanns sitzen bleiben. Mehr wollen wir euch auf diesem Wege nicht
verraten außer dass es sich lohnt. Wir hätten absolut nicht gedacht dass ein
Film wie dieser auch in der heutigen Zeit so gut funktioniert und die Emotionen
durch Gestiken noch stärker zum Ausdruck gebracht werden als man es von anderen
Produktionen gewohnt ist. Es bietet sich einem ein sehr natürlich wirkendes
Bild bei welchem Kontrast und Schärfe eher im Mittelmaß liegen. Hier hätte man
sich etwas mehr Mühe geben können aber vielleicht ist die BluRay Qualität etwas
hochwertige ausgefallen. Nicht unbedingt wichtig aber die Tonspur des Filmes
wird in Deutsch wiedergegeben. Diese bietet einen Dolby Digital 5.1 und Dolby
Digital 2.0 Klang welcher sich sehr gut über die Lautsprecher der
Heimkinoanlage verteilt und Effekt-Geräusche hier sehr gut zur Geltung kommen.
Neben dem siebzigminütigen Film bekommt man hier zusätzlich nichts geboten, was
sehr schade ist, da uns hier ein Blick hinter die Kulissen wirklich sehr
interessiert hätte. Nichts desto trotz erhält man hier einen Streifen, den man
so nicht alle Tage zu sehen bekommt und man muss schon sagen dass sich einem
hier eine wirklich besondere Art von Film bietet, dem wir in unserer
Gesamtwertung insgesamt siebeneinhalb unserer möglichen zehn Bewertungspunkte
geben möchten.
Freitag, 9. Juni 2017
Zoom - Good Girl Gone Bad
Der Produzent von „City
Of God“ hat sich mal wieder was Neues einfallen lassen und diesmal handelt
es sich um eine Actionreiche Komödie die unter der Regie von Pedro Morelli in zum Teil in Kanada und
zum anderen in Brasilien entstanden ist. Der Titel dieses Streifens ist Zoom – Good Girl Gone Bad, welcher im
deutschsprachigen Raum durch die Tiberius
Film GmbH verlegt und am 01. Juni
2017 durch diese in Form einer DVD, einer BluRay sowie auch als VOD direkt
für das Heimkino veröffentlicht worden ist. Da uns genau das Genre dieses
Filmes besonders liegt, wollten wir uns diesen natürlich nicht entgehen lassen
und wirklich groß war die Freude als dieser uns vor wenigen Tagen in Form einer
BluRay erreicht hat. So haben wir die Gelegenheit natürlich auch bereits
genutzt auch hier hineinzusehen und werden euch natürlich auch nicht länger
vorenthalten was in diesem Inhaltlich als auch von der technischen Seite vor
sich geht. Unser Hauptaugenmerkt richtet sich dabei sowohl auf die Handlung als
auch auf die Darsteller und die technische Verarbeitung, bei welchen wir mit
einem mittlerweile geschultem Auge für Details natürlich ganz besonders
aufgepasst haben. Die Story dreht sich hier vorwiegend um Emma (Aloson Pill), eine junge Frau mittedreißig, welche mit sich
selbst und ihrem Körper äußerst unzufrieden ist. Dies mag wohl daran liegen,
dass sie tagtäglich mit künstlichen Schönheitsidealen arbeitet, denn Emma
bemalt beruflich Puppen die für das sexuelle Vergnügen der Männer und Frauen
ausgelegt sind. So versinkt Emma zwischen ihren Sexpuppen immer mehr im Frust
und Selbstmitleid. Bald schon nutzt sie ihr hart erspartes Geld, welches sie
eigentlich einem eigenen Haus widmen wollte, um sich ihre Brüste vergrößern zu
lassen. Die Freude mit ihren neuen Dingern hält jedoch nicht gerade besonders
lang an, denn binnen kürzester Zeit ist sie auch mit ihrer neuen Oberweite
einfach nur noch unzufrieden. Ihren Frust lässt sie an der Comicfigur Edward (Gael García Bernal) aus, welche
sie sich selbst ausgedacht hat. Dieser ist ein lateinamerikanischer Regisseur
und wie soll es auch anders sein – ein Frauenschwarm. Natürlich hat auch sie es
dabei auf seine Intimitäten abgesehen. So lässt Emma seinen vorher ansehnlichen
Penis auf eine minimale Größe zusammenschrumpfen. Dies hat in weiterer Folge
Auswirkungen auf die Produktion seines neuesten Filmes. In diesem soll sich die
Geschichte um das brasilianische Model Michelle
(Mariana Ximenes) drehen, deren großer Traum es ist Schriftstellerin zu
werden. Diese zieht sich in ein abgelegenes Hotel zurück und beginnt schon bald
einen Roman über eine junge Frau namens Emma zu schreiben, die ihre Brüste zu
klein findet. Mit diesen drei Figuren schließt sich der Kreis und es entsteht
eine unglaubliche, unterhaltsame und zum Teil auch Actionreiche Geschichte die
man sich durchaus ansehen kann. Die Darsteller waren uns bislang gänzlich
unbekannt, jedoch sind wir der Meinung, dass sie allesamt ihre Figuren sehr gut
verkörpern und uns eine gelungene Handlung darstellen. Manchmal wirkt das Bild
etwas dunkel, was eventuell zu verbessern gewesen wäre. Insgesamt bietet dieses
jedoch sehr schöne und recht natürliche Farben auf die auch der Kontrast sehr
gut ausgeglichen wurde. Ebenso überrascht die BluRay mit einer angenehmen
Sehschärfe, weshalb wir euch diese Version auf jeden Fall nahe legen möchten.
Die Audiospuren sind in Deutsch sowie auch in Englisch enthalten und bieten in
beiden Varianten einen DTS-HD Master Audio 5.1 Klang welchen wir als sehr gut
empfunden haben. Der Ton sowie auch die Dialoge wurden sehr sauber durch alle
Boxen wiedergegeben, sodass der Raum insgesamt sehr gut ausgefüllt wurde. Neben
einer Laufzeit von über eineinhalb Stunden hat dieser Film lediglich einen
Trailer zum Film sowie eine Vorschau auf weitere Produktionen des Verlages zu
bieten und ist so also recht simpel ausgefallen. Dies tut jedoch nichts weiter
zur Sache, denn Zoom – Good Girl Gone
Bad an sich macht sich im gesamten recht gut, weshalb wir diesen mit
insgesamt acht unserer möglichen zehn Bewertungspunkte benoten und euch diesen
gerne auch empfehlen.
Donnerstag, 8. Juni 2017
The Greasy Strangler - Der Bratfett-Killer
Eine Horror-Komödie der ganz anderen Art
und mit völlig eigensinnigem Humor bekommt man mit dem US-Amerikanischen
Streifen The Greasy Strangler - Der
Bratfett-Killer zu sehen, bei welchem der Brite Jim Hosking am Regiestuhl Platz genommen hat. Britisch wirkt auch
sein Humor, denn dieser Film erinnert irgendwie an eine überlange Version der
Comedy Serie Little Britain in Überlänge. Was man hier geboten bekommt ist
Trash-Kino der Sonderklasse, wo man auch nicht darüber diskutieren muss,
weshalb dieser Streifen zumindest im deutschsprachigen Raum nicht in den Kinos
gezeigt wurde. Dennoch hat es der Film irgendwie geschafft sich die eine oder
andere Auszeichnung zu erspielen und das war für die Tiberius Film GmbH Anlass genug, diesen Film am 01. Juni 2017 in Form einer DVD, einer
BluRay und als VOD zu veröffentlichen, sodass ab sofort ein jeder die
Möglichkeit hat in diesen abgedrehten Streifen hineinzusehen. Wir haben die DVD
ebenso über uns ergehen lassen und werden euch nicht weiter vorenthalten, was
sich hierbei inhaltlich so abspielt und was die Technik in der Verarbeitung für
den Zuseher so parat hält. Gleich vorweg gesagt: Wer ein Problem mit Nacktheit
hat, der sollte definitiv die Finger von diesem Streifen lassen, denn hier gibt
es unzählige Kleiderlose Szenen die oftmals auch sehr unappetitlich wirken und
definitiv nichts für schwache Gemüter sind. Der Greis Big Ronnie (Michael St. Michaels) bietet gemeinsam mit seinem
fünfzig Jahre alten Sohn Big Brayden
(Sky Elobar) eine einzigartige Tour quer durch Los Angeles an, bei welcher
die Gäste vor allem die besten Feiermöglichkeiten der Stadt kennen lernen
sollen. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist jedoch meistens recht
angespannt. Noch kühler wird die Stimmung zwischen den beiden allerdings als
sich eines Tages die junge und für die beiden äußerst attraktive Janet (Elizabeth De Razzo) für einen
Trip durch die Stadt anmeldet. Seither entbrennt zwischen den beiden ein
regelrechter Kampf darum die Aufmerksamkeit der jungen Dame für sich zu
gewinnen. Während sich die Konkurrenten also immer wieder aneinander Messen ist
die angebetete zwischen den beiden hin und hergerissen und genießt dabei in
vollen Zügen von beiden begehrt zu werden. Unbemerkt bleibt währenddessen, dass
auf den Straßen von L.A. eine ganz andere Gefahr für die Menschen lauert. Ein
öliger, schleimiger und unmenschlicher Verrückter macht die Stadt unsicher und
tötet unschuldige Opfer. Schon bald bekommt der sich in Bratfett einreibende
und seine Opfer erwürgende Killer den Spitznamen „The Greasy Strangler“ - der fettige Würger. Am Ende wird Klar wer
der Bratfett Killer ist und auch der Kampf um Janet nimmt eine unerwartete
Wende. Wie bereits erwähnt bekommt man hier eine absolut abgedrehte Geschichte
geboten die auf jeden Fall im Trash-Kino angesiedelt ist und sich dort jedoch
einen Namen macht. Eineinhalb Stunden völliger Wahnsinn trifft es eigentlich
ganz gut wenn man diesen Film beschreiben müsste und am Ende fragt man sich
eigentlich nur, wie viel Hirn im Kopf noch übrig ist, denn The Greasy Strangler ist von seiner Art her so einzigartig, dass es
eigentlich kaum in Worte zu fassen ist. Unterhaltsam und Schockierend zugleich
was man hier zu sehen bekommt, jedoch nicht weil der Bratfett Killer so erschreckend
ist sondern weil die Handlung so außergewöhnlich anspruchslos ist. Auf große
Effekte legte man hier bei der Produktion keinen Wert und auch die grafische
Verarbeitung könnte etwas besser sein. Man erhält hier zwar recht natürliche
Farben und einen guten Kontrast, jedoch hätte man hier auch noch einiges besser
machen können. Vermutlich liegt es jedoch am Budget. Die Schärfe ist zwar nicht
immer optimal jedoch reicht diese durchaus aus um sich diesen Film gänzlich
anzusehen. Der Ton ist hier in den Sprachen Deutsch und Englisch verfügbar und
wird in gut verständlichem Dolby Digital 5.1 Klang wiedergegeben sodass man die
Dialoge ungestört mitverfolgen kann. Neben einer Laufzeit von eineinhalb
Stunden bietet sich einem hier sogar zusätzliches Bonusmaterial welches man sich nicht unbedingt ansehen muss
jedoch bei Gefallen dieses durchaus ansehen kann. Dazu zählen ein
Audiokommentar mit dem Regisseur und den Schauspielern, sowie die beiden
exklusiven Featurettes „The Greasy Trap“ und „The Greasy Effect“. Insgesamt
haben wir einen unbeschreiblichen Eindruck von diesem Film erhalten, der mehr
schlecht als recht ist aber auch solche Filme muss es zwecks der Unterhaltung
aller Genres ja geben. In unserer Gesamtwertung gibt es hierfür aber leider nur
vier unserer möglichen zehn Bewertungspunkten und wir sind der Meinung, dass
man auch durchaus auf diesen Streifen verzichten kann.
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