Freitag, 9. Juni 2017

Black Wedding

Wer auf schwarzen Humor steht bekommt nun endlich wieder einmal etwas zu lachen, denn am 01. Juni 2017 erschien durch die Schröder Media HandelsgmbH eine deutsche Filmproduktion erstmalig in Form einer DVD, BluRay sowie auch als VOD. Dieser Film wurde im Rahmen verschiedener Filmfestspiele vorgeführt und dort ebenso auch ausgezeichnet. Das Besondere an diesem Streifen ist, dass hierbei kein einziges Wort gesprochen wird. Eine Art Stummfilm also, bei dem nicht alles ganz so Stumm ist, denn die Effekt-Geräusche und die Filmmusik sind sehr wohl zu hören. Das im Film dargestellte Paar hat sich jedoch einfach nichts mehr zu sagen, wie es seitens der Filmproduzenten heißt. Produziert wurde dieser knapp über eine Stunde andauernde Film vor rund zwei Jahren unter der Regie von Thomas Bohn, der hier sein geschicktes Handwerk deutlich unter Beweis stellte. Wir waren bereits sehr gespannt darauf, ob man sich heutzutage tatsächlich noch für solch einen Stummfilm begeistern kann und haben daher voller Neugier für euch vorab in die uns vorliegende DVD von Black Wedding hineingesehen und werden euch nicht länger auf die Folter spannen, was dieser Streifen in seiner Handlung und seiner Verarbeitung so zu bieten hat. Das verheiratete Paar Frank (Diego Wallraff) und Nadine Willert (Beate Maes) gaben sich vor geraumer Zeit das Versprechen sich einander lieben und einander zu achten in guten sowie auch in schlechten Zeiten bis hin das der Tod sie scheidet. Dieses Versprechen, welches sie sich einst vor dem Altar gegeben haben scheint jedoch lang nicht mehr von Bedeutung zu sein oder vermutlich ist genau dieses der Auslöser dafür dass sie einander den Tod herbeisehnen. Die beiden scheinen nicht mehr sonderlich viel Respekt füreinander zu haben. Stattdessen hat sich bei den beiden eine Art Hassliebe entwickelt, bei welcher die gemeinsame Kommunikation in verbaler Form längst nicht mehr möglich zu sein scheint. So versuchen sich die beiden auf jede erdenkliche Art und Weise und ganz ohne Worte gegenseitig kalt zu machen. Sie erhoffen sich dadurch ihre Probleme mit einem Schlag aus der Welt zu schaffen, doch auch dieser Plan ist nicht ganz reibungslos in seinem Ablauf. Auch Lisa (Mersiha Husagic) – die Tochter der beiden scheint in Abgründen zu versinken und entwickelt schon sehr bald ihre ganz eigenen finsteren Gelüste. Es wird kein Wort gesprochen - dafür aber umso heftiger versucht, einander höchst perfide um die Ecke zu bringen. Tolle Schauspieler, sehr gute Sound-Effekte und eine stimmungsvolle Musik machen vergessen, dass es keine Dialoge gibt. Das Ende kommt unerwartet und ist jedoch sehr gut gelungen. Hier sollte man sich auf jeden Fall die Zeit nehmen und bis nach den letzten Zeilen des Abspanns sitzen bleiben. Mehr wollen wir euch auf diesem Wege nicht verraten außer dass es sich lohnt. Wir hätten absolut nicht gedacht dass ein Film wie dieser auch in der heutigen Zeit so gut funktioniert und die Emotionen durch Gestiken noch stärker zum Ausdruck gebracht werden als man es von anderen Produktionen gewohnt ist. Es bietet sich einem ein sehr natürlich wirkendes Bild bei welchem Kontrast und Schärfe eher im Mittelmaß liegen. Hier hätte man sich etwas mehr Mühe geben können aber vielleicht ist die BluRay Qualität etwas hochwertige ausgefallen. Nicht unbedingt wichtig aber die Tonspur des Filmes wird in Deutsch wiedergegeben. Diese bietet einen Dolby Digital 5.1 und Dolby Digital 2.0 Klang welcher sich sehr gut über die Lautsprecher der Heimkinoanlage verteilt und Effekt-Geräusche hier sehr gut zur Geltung kommen. Neben dem siebzigminütigen Film bekommt man hier zusätzlich nichts geboten, was sehr schade ist, da uns hier ein Blick hinter die Kulissen wirklich sehr interessiert hätte. Nichts desto trotz erhält man hier einen Streifen, den man so nicht alle Tage zu sehen bekommt und man muss schon sagen dass sich einem hier eine wirklich besondere Art von Film bietet, dem wir in unserer Gesamtwertung insgesamt siebeneinhalb unserer möglichen zehn Bewertungspunkte geben möchten. 

Zoom - Good Girl Gone Bad

Der Produzent von „City Of God“ hat sich mal wieder was Neues einfallen lassen und diesmal handelt es sich um eine Actionreiche Komödie die unter der Regie von Pedro Morelli in zum Teil in Kanada und zum anderen in Brasilien entstanden ist. Der Titel dieses Streifens ist Zoom – Good Girl Gone Bad, welcher im deutschsprachigen Raum durch die Tiberius Film GmbH verlegt und am 01. Juni 2017 durch diese in Form einer DVD, einer BluRay sowie auch als VOD direkt für das Heimkino veröffentlicht worden ist. Da uns genau das Genre dieses Filmes besonders liegt, wollten wir uns diesen natürlich nicht entgehen lassen und wirklich groß war die Freude als dieser uns vor wenigen Tagen in Form einer BluRay erreicht hat. So haben wir die Gelegenheit natürlich auch bereits genutzt auch hier hineinzusehen und werden euch natürlich auch nicht länger vorenthalten was in diesem Inhaltlich als auch von der technischen Seite vor sich geht. Unser Hauptaugenmerkt richtet sich dabei sowohl auf die Handlung als auch auf die Darsteller und die technische Verarbeitung, bei welchen wir mit einem mittlerweile geschultem Auge für Details natürlich ganz besonders aufgepasst haben. Die Story dreht sich hier vorwiegend um Emma (Aloson Pill), eine junge Frau mittedreißig, welche mit sich selbst und ihrem Körper äußerst unzufrieden ist. Dies mag wohl daran liegen, dass sie tagtäglich mit künstlichen Schönheitsidealen arbeitet, denn Emma bemalt beruflich Puppen die für das sexuelle Vergnügen der Männer und Frauen ausgelegt sind. So versinkt Emma zwischen ihren Sexpuppen immer mehr im Frust und Selbstmitleid. Bald schon nutzt sie ihr hart erspartes Geld, welches sie eigentlich einem eigenen Haus widmen wollte, um sich ihre Brüste vergrößern zu lassen. Die Freude mit ihren neuen Dingern hält jedoch nicht gerade besonders lang an, denn binnen kürzester Zeit ist sie auch mit ihrer neuen Oberweite einfach nur noch unzufrieden. Ihren Frust lässt sie an der Comicfigur Edward (Gael García Bernal) aus, welche sie sich selbst ausgedacht hat. Dieser ist ein lateinamerikanischer Regisseur und wie soll es auch anders sein – ein Frauenschwarm. Natürlich hat auch sie es dabei auf seine Intimitäten abgesehen. So lässt Emma seinen vorher ansehnlichen Penis auf eine minimale Größe zusammenschrumpfen. Dies hat in weiterer Folge Auswirkungen auf die Produktion seines neuesten Filmes. In diesem soll sich die Geschichte um das brasilianische Model Michelle (Mariana Ximenes) drehen, deren großer Traum es ist Schriftstellerin zu werden. Diese zieht sich in ein abgelegenes Hotel zurück und beginnt schon bald einen Roman über eine junge Frau namens Emma zu schreiben, die ihre Brüste zu klein findet. Mit diesen drei Figuren schließt sich der Kreis und es entsteht eine unglaubliche, unterhaltsame und zum Teil auch Actionreiche Geschichte die man sich durchaus ansehen kann. Die Darsteller waren uns bislang gänzlich unbekannt, jedoch sind wir der Meinung, dass sie allesamt ihre Figuren sehr gut verkörpern und uns eine gelungene Handlung darstellen. Manchmal wirkt das Bild etwas dunkel, was eventuell zu verbessern gewesen wäre. Insgesamt bietet dieses jedoch sehr schöne und recht natürliche Farben auf die auch der Kontrast sehr gut ausgeglichen wurde. Ebenso überrascht die BluRay mit einer angenehmen Sehschärfe, weshalb wir euch diese Version auf jeden Fall nahe legen möchten. Die Audiospuren sind in Deutsch sowie auch in Englisch enthalten und bieten in beiden Varianten einen DTS-HD Master Audio 5.1 Klang welchen wir als sehr gut empfunden haben. Der Ton sowie auch die Dialoge wurden sehr sauber durch alle Boxen wiedergegeben, sodass der Raum insgesamt sehr gut ausgefüllt wurde. Neben einer Laufzeit von über eineinhalb Stunden hat dieser Film lediglich einen Trailer zum Film sowie eine Vorschau auf weitere Produktionen des Verlages zu bieten und ist so also recht simpel ausgefallen. Dies tut jedoch nichts weiter zur Sache, denn Zoom – Good Girl Gone Bad an sich macht sich im gesamten recht gut, weshalb wir diesen mit insgesamt acht unserer möglichen zehn Bewertungspunkte benoten und euch diesen gerne auch empfehlen.

Donnerstag, 8. Juni 2017

The Greasy Strangler - Der Bratfett-Killer

Eine Horror-Komödie der ganz anderen Art und mit völlig eigensinnigem Humor bekommt man mit dem US-Amerikanischen Streifen The Greasy Strangler - Der Bratfett-Killer zu sehen, bei welchem der Brite Jim Hosking am Regiestuhl Platz genommen hat. Britisch wirkt auch sein Humor, denn dieser Film erinnert irgendwie an eine überlange Version der Comedy Serie Little Britain in Überlänge. Was man hier geboten bekommt ist Trash-Kino der Sonderklasse, wo man auch nicht darüber diskutieren muss, weshalb dieser Streifen zumindest im deutschsprachigen Raum nicht in den Kinos gezeigt wurde. Dennoch hat es der Film irgendwie geschafft sich die eine oder andere Auszeichnung zu erspielen und das war für die Tiberius Film GmbH Anlass genug, diesen Film am 01. Juni 2017 in Form einer DVD, einer BluRay und als VOD zu veröffentlichen, sodass ab sofort ein jeder die Möglichkeit hat in diesen abgedrehten Streifen hineinzusehen. Wir haben die DVD ebenso über uns ergehen lassen und werden euch nicht weiter vorenthalten, was sich hierbei inhaltlich so abspielt und was die Technik in der Verarbeitung für den Zuseher so parat hält. Gleich vorweg gesagt: Wer ein Problem mit Nacktheit hat, der sollte definitiv die Finger von diesem Streifen lassen, denn hier gibt es unzählige Kleiderlose Szenen die oftmals auch sehr unappetitlich wirken und definitiv nichts für schwache Gemüter sind. Der Greis Big Ronnie (Michael St. Michaels) bietet gemeinsam mit seinem fünfzig Jahre alten Sohn Big Brayden (Sky Elobar) eine einzigartige Tour quer durch Los Angeles an, bei welcher die Gäste vor allem die besten Feiermöglichkeiten der Stadt kennen lernen sollen. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist jedoch meistens recht angespannt. Noch kühler wird die Stimmung zwischen den beiden allerdings als sich eines Tages die junge und für die beiden äußerst attraktive Janet (Elizabeth De Razzo) für einen Trip durch die Stadt anmeldet. Seither entbrennt zwischen den beiden ein regelrechter Kampf darum die Aufmerksamkeit der jungen Dame für sich zu gewinnen. Während sich die Konkurrenten also immer wieder aneinander Messen ist die angebetete zwischen den beiden hin und hergerissen und genießt dabei in vollen Zügen von beiden begehrt zu werden. Unbemerkt bleibt währenddessen, dass auf den Straßen von L.A. eine ganz andere Gefahr für die Menschen lauert. Ein öliger, schleimiger und unmenschlicher Verrückter macht die Stadt unsicher und tötet unschuldige Opfer. Schon bald bekommt der sich in Bratfett einreibende und seine Opfer erwürgende Killer den Spitznamen „The Greasy Strangler“ - der fettige Würger. Am Ende wird Klar wer der Bratfett Killer ist und auch der Kampf um Janet nimmt eine unerwartete Wende. Wie bereits erwähnt bekommt man hier eine absolut abgedrehte Geschichte geboten die auf jeden Fall im Trash-Kino angesiedelt ist und sich dort jedoch einen Namen macht. Eineinhalb Stunden völliger Wahnsinn trifft es eigentlich ganz gut wenn man diesen Film beschreiben müsste und am Ende fragt man sich eigentlich nur, wie viel Hirn im Kopf noch übrig ist, denn The Greasy Strangler ist von seiner Art her so einzigartig, dass es eigentlich kaum in Worte zu fassen ist. Unterhaltsam und Schockierend zugleich was man hier zu sehen bekommt, jedoch nicht weil der Bratfett Killer so erschreckend ist sondern weil die Handlung so außergewöhnlich anspruchslos ist. Auf große Effekte legte man hier bei der Produktion keinen Wert und auch die grafische Verarbeitung könnte etwas besser sein. Man erhält hier zwar recht natürliche Farben und einen guten Kontrast, jedoch hätte man hier auch noch einiges besser machen können. Vermutlich liegt es jedoch am Budget. Die Schärfe ist zwar nicht immer optimal jedoch reicht diese durchaus aus um sich diesen Film gänzlich anzusehen. Der Ton ist hier in den Sprachen Deutsch und Englisch verfügbar und wird in gut verständlichem Dolby Digital 5.1 Klang wiedergegeben sodass man die Dialoge ungestört mitverfolgen kann. Neben einer Laufzeit von eineinhalb Stunden bietet sich einem hier sogar zusätzliches Bonusmaterial  welches man sich nicht unbedingt ansehen muss jedoch bei Gefallen dieses durchaus ansehen kann. Dazu zählen ein Audiokommentar mit dem Regisseur und den Schauspielern, sowie die beiden exklusiven Featurettes „The Greasy Trap“ und „The Greasy Effect“. Insgesamt haben wir einen unbeschreiblichen Eindruck von diesem Film erhalten, der mehr schlecht als recht ist aber auch solche Filme muss es zwecks der Unterhaltung aller Genres ja geben. In unserer Gesamtwertung gibt es hierfür aber leider nur vier unserer möglichen zehn Bewertungspunkten und wir sind der Meinung, dass man auch durchaus auf diesen Streifen verzichten kann.