Donnerstag, 17. August 2017

Hell or High Water

Ein Mix aus Drama, Action und Thriller ist im Laufe des vergangenen Jahres in den USA entstanden. Regie führte hierbei David Mackenzie, der in der Filmbranche bereits seit Mitte der neunziger Jahre als Regisseur tätig ist und so schon über zwei Jahrzehnte Erfahrung mitbringt, weshalb er vermutlich genau der richtige für die Verfilmung dieser Geschichte gewesen ist. In ausgewählten Kinos war der Streifen Hell Or High Water bereits zu Beginn des Jahres zu sehen. Da hierfür jedoch nicht wirklich geworben wurde verschwand dieser jedoch wieder recht schnell aus dem Programm, obwohl dieser eigentlich eine großartige Besetzung zu bieten hat. Am 03. August 2017 ist dieser schließlich durch die Paramount Pictures (im Vertrieb der Universal Pictures GmbH) in Form einer DVD, einer BluRay und auch als VOD für das die Bildschirme zuhause veröffentlicht worden, sodass man sich diesen Film fortan bequem vom Sofa aus oder vom Bett aus jederzeit ansehen kann. Genau das haben wir auch gemacht, denn wir haben Hell Or High Water bereits bei uns vorliegen. So werden wir euch nicht weiter vorenthalten, was wir hier inhaltlich als auch auf der technischen Ebene so zu sehen bekommen haben um euch eine mögliche Entscheidung über einen Kauf des Filmes zu erleichtern. Erzählt wird hier die Geschichte des geschiedenen zweifachen Vaters Toby Howard (Chris Pine) und seinem frisch aus dem Gefängnis entlassenen Bruders Tanner (Ben Foster). Die beiden versuchen verzweifelt die Familien-Farm in Texas zu retten. Ihre Mutter, die vor kurzem verstorben ist, versank in erheblichen Schulden, welche sie der Bank nicht mehr zurückzahlen konnte und daher bleibt den beiden wohl oder übel nichts anderes übrig als das Anwesen zum Schuldenausgleich zu verkaufen. Doch mit dieser Option geben sich die beiden natürlich nicht zufrieden und auch vor Straftaten schreckt das Duo nicht zurück. Sie planen eine Serie an Banküberfällen um mit der Beute die Farm und die dazugehörigen Gründe davor zu retten, dass diese in das Eigentum des Staates übergehen. Bald schon kommen ihnen die beiden Texas Ranger Marcus (Jeff Bridges) und Alberto (Gil Birmingham) auf die Schliche und sind dem verbrecherischen Brüder-Duo schon bald auf den Fersen. Die beiden denken jedoch nicht ans Aufgeben und versuchen mit allen Mitteln die Ranger aus dem Weg zu schaffen denn das Anwesen ist die einzige Erinnerung die an ihre verstorbene Mutter bleibt und diese möchten die beiden um jeden Preis in Ehren halten. Hell Or High Water gestaltet sich sehr spannend und bietet zudem einiges an actionreichen Szenen. Chris Pine und Ben Foster harmonieren vor der Kamera sehr gut miteinander und sagen innerhalb ihrer Rollen dem Gesetz den Kampf an um ein Stückchen ihrer persönlichen Erinnerungen und Werte zu retten. Die Geschichte an sich ist sehr gut gelungen und wurde schauspielerisch auch sehr gut umgesetzt. Die Umsetzung der Optik ist sehr gelungen, denn das Bild enthält schöne, kräftige aber dennoch stets natürliche Farben auf die der Kontrast sehr gut abgestimmt wurde und der es auch an Schärfe keineswegs mangelt. Enthalten sind hier eine deutsche (DTS-HD Ma 5.1) sowie auch eine englische (Dolby Digital 5.1) Tonspur, deren Qualität sehr gut verarbeitet wurde und wodurch die Effektgeräusche als auch die Dialoge sehr sauber wiedergegeben werden. Der Film selbst läuft etwas mehr als eineinhalb Stunden und bringt in der BluRay-Variante außerdem noch das eine oder andere Extra mit. Zu sehen gibt es hier ein Video von der Premiere am Red-Carpet, „Filmemacher Q&A“ sowie die drei zusätzlichen Feature-Clips „Für Immer Feinde: „Die Figur aus Hell Or High Water“, „Die Ideengestaltung des Herzens Amerika“ und „Verdorbene Helden: Die Darbietung in Hell Or High Water. Auch hier kann man sich durchaus noch die Zeitnehmen um hier hineinzusehen, dann Empfehlenswert sind diese Extras auf jeden Fall. Alles in allem vergeben wir daher insgesamt siebeneinhalb unserer möglichen zehn Bewertungspunkte und empfehlen euch diesen Film sehr gerne auch weiter. 

Montag, 14. August 2017

Down Town Blues Vienna – Live Im Tunnel

Es war der 17. November des vergangenen Jahres an welchem die Wiener Blues-Rock Formation Down Town Blues Vienna im Wiener Szenen-Lokal „Tunnel“ einen denkwürdigen Auftritt hingelegt hatten. In der heimischen Musikszene ist dieses Quartett (bestehend aus Jürgen Rottensteiner, Michael Berger, Werner Karall und Robert Baumgartner) längst kein unbeschriebenes Blatt mehr, denn allein schon im letzten Jahr legten sie einige Auftritte hin. Zudem wohnen die vier Vollblutmusiker aber auch anderen Musikprojekten bei, von denen sie dem einen oder anderen vermutlich ebenso bekannt sein könnten. Jener Auftritt im vergangenen November wurde sogar mitgeschnitten und am 10. August 2017 schließlich als Live Album veröffentlicht, welches zudem im Wiener „Local“ offiziell vorgestellt wurde. Zwar waren wir an jenem Abend nicht anwesend, jedoch hatten wir bereits die Gelegenheit dazu in dieses vor kurzem veröffentlichte Live-Album hineinzuhören und werden euch natürlich gerne davon erzählen, was dieses so zu bieten hat. Dieses enthält neun große Nummern der weltweiten Musikgeschichte, die hier in gekonnten frischen Klängen wiedergegeben werden. Eröffnet wird dieses Album durch den Titel „If You’re Goin‘ To The City“  welcher einen gleich zu Beginn mit schwungvollem Takt und ausgezeichneten Gesang mitreißt und definitiv zum mitbewegen anregt. Großes Lob für diese Ausgezeichnete Eröffnung, welche mit Sicherheit an jenem Abend auch Live ordentlich für Stimmung sorgte. Es Folgt das Stück „Before You Accuse Me“ welches die vier gekonnt wiedergeben. Gesanglich als auch klanglich ist hier alles Top und auf jeden Fall zu empfehlen. Auch hier kommt die Band sehr nah an das Original heran. „Susi Q“ ist eine sehr bekannte Nummer von Dale Hawkins, die hier sehr gekonnt nachinterpretiert wurde. Jürgen Rottensteiner‘s Stimme kommt hier sehr gut zur Geltung und gibt sich äußerst kraftvoll. Auch hier empfehlen wir euch zumindest für eine Hörprobe mal hineinzuhören, denn hiervon werdet ihr recht schnell begeistert sein. Mit dem Song „Room To Move“ erreichen wir auch schon die Halbzeit dieser Scheibe. Schwungvolle klänge bei denen jeder Ton sitzt und ausgezeichneter Gesang sind die idealen Voraussetzungen für eine gelungene Tanznummer die uns sehr positiv überrascht hat. Um das Werk „Honky Tonk Women“ ist bislang kein waschechter Rolling Stones Fan vorbeigekommen und weltweit dürfte dieser vermutlich fast jedem bekannt sein. Auch auf diesem Album ist dieses ein fixer Bestandteil. Es gibt nur wenige, die dieses Lied wirklich gut spielen können und Down Town Blues Vienna zählen hier definitiv dazu. Direkt im Anschluss daran wissen die Herren mit dem Stück „Trouble In Mind“ gekonnt von sich zu begeistern. Hier kommen der Gesang sowie auch die instrumentalen Parts sehr gut zum Vorschein und wir finden, dass dieses wirklich sehr empfehlenswert ist. Auch hier sind wir der Meinung, dass dieses eine absolute Bereicherung für die Set-List der Band ist und denken dass auch die Hörer vor Ort derselben Meinung waren wie wir sie beim Anhören dieser CD haben. Ein ziemlich bekannter Titel ist auch „Why I Sing The Blues“ welcher im Original von B.B. King gesungen wird. Das Wiener Quartett steht ihm um nichts nach und liefert hier eine ausgezeichnete musikalische Leistung auf allen Ebenen ab. Fast schon am Ende angelangt werden auch Led Zeppelin mit ihrem Stück „Rock & Roll“ gehuldigt. Hier wurden wir direkt auf Anhieb mitgerissen und es ist uns nicht gelungen bei diesem Werk still sitzen zu bleiben. Hierzu muss man sich einfach bewegen und es ist deutlich herauszuhören, wie angeheizt die Stimmung im Tunnel gewesen sein musste. Hier wären wir wirklich sehr gerne selbst dabei gewesen. Den krönenden Abschluss macht hier der Welterfolg „Ain’t No Sunshine“ bei welchem jeder Ton sitzt und auch gesanglich eine beachtliche Leistung erbracht wurde. Hier geht diese Scheibe in aller Würde mit sanfteren Tönen zu Ende. Zwar kann man nur erahnen, wie das Konzert im Wiener Tunnel gewesen sein musste, aufgrund dieser CD sind wir jedoch davon überzeugt, dass es sich um einen Großartigen Abend gehandelt haben musste, der hier nun für alle Ewigkeit festgehalten wurde. Sympathische Musiker, großartige Klänge auf tollen Instrumenten und Nummern für die Ewigkeit sind es die diese Scheibe hier mit sich bringt und wir waren wirklich sehr begeistert, als wir diese zum ersten Mal durchgehört hatten. Wir empfehlen euch diese sehr gerne weiter und vergeben hier insgesamt neun unserer möglichen zehn Bewertungspunkte. Hier haben wir so gut wie nichts auszusetzen außer nicht selbst dabei gewesen zu sein und wir sind überzeugt, dass diese Band in der Wiener Musikszene durchaus noch bekannter werden könnte und einige tolle Lokale weit über die österreichische Landeshauptstadt hinaus bespielen wird. Wer also eine tolle Blues-Rock Band für einen Auftritt sucht, sollte sich auf jeden Fall mit dieser Band in Verbindung setzen. Live-Termine werden außerdem laufend auf deren Homepage und Facebook Seite bekannt gegeben. 

Freitag, 11. August 2017

Babys – Wie Kinder Die Welt Sehen

Am 25. August 2017 erscheint durch die polyband Medien GmbH (im Vertrieb der WVG Medien GmbH) eine spannende Dokumentation für alle frischgebackenen Eltern und all jene, die es demnächst werden. Doch nicht nur für Eltern ist dieser Film spannend sondern auch für all jene, die sich immer schon einmal gefragt haben was in den Köpfen der neugeborenen Menschen wohl vor sich gehen mag. Babys – Wie Kinder Die Welt Sehen versucht in knapp einer Stunde Laufzeit möglichst viele Informationen rund um Babys zu liefern, wo ganz speziell auf jene Fragen eingegangen wird die noch nicht wirklich jemand, oder sagen wir so, noch nicht viele Leute beantworten konnten. Wir haben bereits eine der bald erscheinenden DVDs bei uns vorliegen und haben uns vor kurzem auch die Zeit dafür genommen uns diesen kurzen Aufschlussreichen Film vorab für euch anzusehen, sodass wir euch hier ein paar Stichworte mit auf den Weg geben können, worum sich dieser Film hier in etwa dreht und ob es Lohnenswert ist sich diesen auch zuzulegen. Babys – die kleinsten der Menschen werden von den Leuten unterschiedlich wahrgenommen. Für die einen sind sie winzige liebenswürdige Geschöpfe- für die anderen hingegen sind sie nichts weiter als nervenzerreißende Quälgeister. Das ist einer der verschiedenen Grüne warum manche kinderlos durchs Leben gehen möchten und die anderen von Nachwuchs gar nicht erst genug bekommen können. Doch wie empfinden die Neugeborenen selbst? In dieser großartigen Verfilmung geht man verschiedenen Fragen auf den Grund. Unter anderem befasst man sich hier auch damit herauszufinden was in den Köpfen der kleinen vor sich geht. Ebenso wird einem hier vor Augen geführt was die Kinder in den ersten Monaten selbst bereits sehen und hören können. Auch warum Babys zuerst noch gute Schwimmer und Taucher sind und dies dann wieder ganz von vorne erlernen müssen wird einem hier sehr gut erklärt. Wie Kinder die Welt entdecken, wie sie kommunizieren und am Ende sogar sprechen lernen ist für viele ein Rätsel, nicht jedoch für die Forscher die hier erklären warum die Entwicklung bei einem gesunden Säugling fast immer gleich ist. Einer der schwierigen frühen Abschnitte ist die Trotzphase in denen die kleinen lernen müssen mit ihren Gefühlen umzugehen. Die ersten drei Lebensjahre der Kinder sind jene, die am prägendsten für das weitere Leben sind. Sprechen, Laufen, Fühlen und erste Beziehungen aufbauen sind es die in dieser Zeit geschehen. Und obwohl diese Zeit so wichtig ist, können sich die meisten nur noch schwach an diese Zeit erinnern. Auch hier gibt es einige interessante Infos dazu warum die Entwicklung des jungen Menschen so ist wie sie ist. Eine umfangreiche Dokumentation bekommt man hier in weniger als einer Stunde Laufzeit zu sehen, mit einigen Infos, die wir selber tatsächlich noch nicht wussten und sehr interessant fanden. Optisch bietet sich einem hier ein sehr schönes, natürliches und sauberes Bild, man könnte dies in etwa mit einer Fernsehproduktion vergleichen. Der Ton wird hier in gut verständlicher Stereo-Qualität (Dolby Digital 2.0) wiedergegeben sodass die Stimme des Erzählers jederzeit gut zu verstehen ist. Als zusätzliches Material bekommt man hier lediglich eine Trailer-Vorschau zu sehen, was jedoch nicht weiter schlimm ist, denn dieser Film ist ein großartiges Erlebnis für Jung und Alt. Der Film Babys – Wie Kinder Die Welt Sehen  ist sehr lehrreich und hat und insgesamt sehr gut gefallen. Aus diesem Grund vergeben wir hierfür insgesamt acht unserer möglichen zehn Bewertungspunkte und empfehlen euch diesen sehr gerne auch weiter. Zwar hat der Streifen dies nicht offiziell erhalten, jedoch kann man hier das Prädikat „Besonders Wertvoll“ auf jeden Fall aussprechen.